-         

Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Mindestverlängerung von Servokabeln

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    04.09.2008
    Beiträge
    21

    Mindestverlängerung von Servokabeln

    Anzeige

    Hallo,

    jetzt habe ich gleich noch eine Frage hinterher:

    Wie weit kann man das Signalkabel von Servos mindestens Verlängern, ohne das das Signal einen "Schaden nimmt"? Also Schwach wird, gestört, das die Servos zu Zucken anfangen und nicht mehr reagieren usw. Eine Störung von Motoren ausgehend habe ich eigentlich nicht in der Nähe, nur noch ein paar weitere Servos, aber von denen sind die Motoren ja glaube ich entstört.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    06.02.2005
    Ort
    Hamburg
    Alter
    31
    Beiträge
    4.255
    Im Zweifelsfall hilft eigentlich nur Ausprobieren.

    Mein Erfahrungswert: Gesamtlänge 1m im Flügel eines Seglers, klappt einwandfrei. Allerdings sind da auch keinerlei Störquellen in der Nähe.

  3. #3
    Benutzer Stammmitglied
    Registriert seit
    01.11.2008
    Ort
    Osnabrück / Ostfriesland
    Alter
    32
    Beiträge
    79
    Hallo Simon, uwegw hat recht, es hängt von vielen Einflussfaktoren ab, wie lang du eine Leitung machen darfst, so das der Empfänger nicht gestört wird.
    mögliche Faktoren sind (mehr aus der Kommunikations technik):
    Informations-Träger (Glasfaser, twisted Pair usw. ggF gesonderte Abschirmung)
    Frequenz => Je höher die Frequenz desto kürzer darf die Leitung max. sein
    Äussere begebenheiten wie zB. Elektromagnete die sehr nah dran liegen usw.
    Dann gehts weiter, welche Spannung am anderem Ende noch als logische 1 gilt, da ist dann noch der Ohmsche Widerstand entscheident usw.
    Also es kommen wie du siehst sehr viele Faktoren hinzu, wobei du spätestens bei den äußeren Einflüssen den Taschenrechner beiseite legst, da dies sehr aufwendig wird

  4. #4
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    04.09.2008
    Beiträge
    21
    Und die Stromversorgung, die ja sehr dicht neben dem Signalkabel läuft, stört das Signal nicht, oder?

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
    Registriert seit
    01.09.2007
    Ort
    Oberallgäu
    Beiträge
    7.557
    Zitat Zitat von BjoernC
    ... es hängt von vielen Einflussfaktoren ab ... Frequenz => Je höher die Frequenz desto kürzer darf die Leitung max. sein ...
    Also ich verstehe nicht viel von Elektronik und praktisch nix von EMV. Aber ich weiß, dass die Servos mit 50 Hz angesteuert werden. Dabei ist der kürzeste Puls rund 1 ms und der längste rund 2 ms. Wo soll da ein Problem entstehen, wenn Simon92 nicht nen realen Nimbus-4 (über 26m Spannweite) mit drei, vier Servos pro Flügel steuert? Und dann dürfte twistet pair (wie mach ich das mit drei Leitungen?) vielleicht seine Berechtigung bekommen.

    Dass die Servos je nach Preisklasse im Ruhezustand dämlich zuckeln, weil der Drehwinkelsensor - Poti - mit dem Drehwinkelgeber - Abtriebsachse - nicht so total fest verbunden ist, führt halt zu Schaltvorgängen und damit zu Störungen durch die Versorgungsleitung. Mit 50 Hz!

    Da finde ich uwegw´s Empfehlung die einzig richtige: ausprobieren. Ich teste ja öfters auch lieber statt zu fragen. Und vielleicht mal ein Kabel extra lang machen und durch "den anderen" Flügel leiten - und gucken, was das Querruder macht. Beim langsamen Fliegen sollte sogar Querruderflattern nicht allzu viel stören.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  6. #6
    Benutzer Stammmitglied
    Registriert seit
    01.11.2008
    Ort
    Osnabrück / Ostfriesland
    Alter
    32
    Beiträge
    79
    [EDIT] Also das was ich geschrieben habe gillt für hochfrequenz technik
    @ Simon
    ja damit hast du auch recht alles was du siehst und hörst fließt in einem bestimmten Maß mit in eine Berechnung ein. Einige vernachlässigt man damit es für einen Berechnbar bleibt, in deinem Fall brauchst du es aber nicht berechnen.

    @ Oberallgeier
    ja aber für ein Model denke ich ist ausprobieren vollkommen ok, ich denke da hast du meinen post falsch interpretiert, denn es sollte nur unterstreichen, das hier berechnen sinnlos ist, bzw. mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Was ich mit folgendem Kommentar unterstreichen wollte:
    Also es kommen wie du siehst sehr viele Faktoren hinzu, wobei du spätestens bei den äußeren Einflüssen den Taschenrechner beiseite legst, da dies sehr aufwendig wird
    (das twisted pair war auch nciht auf drei Adern bezogen sondern auf Patchkabel, dann gehts weiter 50Hz Signale werden erst ab 59.958Km problematisch (elektrisch lange Leitung (Reflektionen an den Leitungsenden)), meine Beispeiel waren auch wie ich es schon sagte auf Kommunikationstechnik bezogen.)
    Dein Kommentar
    Da finde ich uwegw´s Empfehlung die einzig richtige: ausprobieren
    habe ich mit folgendem im ersten Satz auch schon gesagt:
    Hallo Simon, uwegw hat recht,...
    Also sag ich es noch einmal unmissverständlich:
    Es ist berechnbar unter idealisierten Randbedingungen, aber es macht keinen Sinn es bei modellen auszurechnen - Ausnahmen bestätigen hier die regel.
    So ich hoffe das mein vorheriger post dadurch verständlicher wurde und wünsche allen eine gute nacht.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
    Registriert seit
    08.07.2004
    Ort
    Südhessen
    Beiträge
    1.312
    Hehe. Interessantes Thema.

    Meine Empfehlung lautet: Ein Störunempfindlicheres Kabel für den Datenkanal verwenden, dann kannst Du schon unglaublich hohe Entfernungen zurücklegen. Aus der "Hochfrequenztechnik" wäre da ein Koaxkabel zu nennen, was hier sicher unnötig ist.
    Ein im Weg liegender (!) Magnet hat keinerlei Einflüsse.

    Aber ausprobieren wird Deine einzige Alternative sein, obwohl man meines Erachtens die finalen Bedingungen nicht vorher wissen kann.

    Fazit: Testen, evtl. gewisse Sicherheitsmaßnahmen (Kabelverlegung, Kabelart) treffen, Hochfrequenzgesetze hier nicht anwendbar.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von wkrug
    Registriert seit
    17.08.2006
    Ort
    Dietfurt
    Beiträge
    1.892
    Ein Problem, das bei langen Servokabeln immer wieder mal auftritt ist die Antennenwirkung.
    Also das das Servokabel als zusätzliche Antenne wirkt und in den Empfänger alle möglichen HF Einstrahlungen einstreut.

    Wir im Modellflugverein haben gute Erfahrungen mit verdrillten Servokabeln gemacht.
    Eine weitere Möglichkeit ist das Einbringen von Ringkernen in die Servoleitung - Das hatte aber auch schon gelegentlich negative Effekte.

    Eine weitere Möglichkeit ist sogenannte Impulsverstärker einzusetzen auf denen dann meistens auch ein HF Filter für die Servoleitungen mit eingebaut ist. Ganz gute Impulsverstärker trennen den Empfängerausgang per Optokoppler von der Servosteuerung ab.

    Aber wie hier schon mehrmals gesagt wurde - Ausprobieren.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •