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Thema: Brückenschaltung...

  1. #1
    Benutzer Stammmitglied
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    Brückenschaltung...

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    Hallo zusammen,

    Ist vielleicht nicht zwingend das richtige Forum, aber scheint mir ein sehr kompetentes Forum zu sein und vielleicht hat ja doch jemand Erfahrung damit :

    Ich wollte mir einen Verstärker bauen, der pro Kanal 200W RMS an 4 Ohm bringt. Ich dachte an zwei LM 3886 in Brückenschaltung. Käme ich damit auf 200W RMS? Alle Angaben des Datenblattes beziehen sich auf nur +/- 28V, erlaubt währen jedoch
    Vcc + Vss = 94V (Ohne Belastung)

    Kann mir jemand weiterhelfen?

    Mfg

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Um in Brückenschaltung 200 W an 4 Ohm zu kriegen, müßte der Verstärker in normaler Schaltung 100 W an 2 Ohm schaffen. Oft sieht man als Brücke deshalb 8 Ohm vor. Sonst muß man eventuell nur noch etwas mit der Schutzschaltung aufpassen, denn wenn eine der Hälften aus irgendwelchen Gründen (z.B. Übertremperatur) abschaltet, kann die so mehr Spannung abkriegen als in normaler Schaltung. Das sollte aber eigentlich im Datenblatt drinstehen in wieweit man den als Brücke Betreiben kann.

    Man sollte sich auch fragen wofür man 200 W RMS braucht, für eine private Wohnung eher nicht. Bei wenig Leistung betrieben hat man vor allem mehr Stromverbrauch.
    Wenn man es laut braucht, dann sollte man auch auf den Wirkungsgrad der Lautsprecher schauen, da gibt es riesige Unterschiede. Gerade die billigen für viel Leistung geben vor allem Wärme ab, und eher wenig Schall.

  3. #3
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    @besserwessi
    und schon wieder über den weg gelaufen!

    @Janscha

    oh ich kenne das von früher... als ich noch bei denon-electronics gearbeitet habe. da hatten alle verstärker.. je stärker desto besser.
    ein hobby-wettbewerb.

    aber zum thema:
    eine brücke sollte man nur dann nehmen, wenn die verfügbare spannung zu klein ist für die gewünschte leistung.
    bei einem brückenverstärker quadrieren sich die verzerrungen!
    das ist also eher eine notlösung für situationen ohne entsprechende volts.
    z.b. im auto

    wenn du also ganz gesittet in einem haus wohnst mit 220volt dann bau nir was richtiges ohne brücke. mit der wahl des transformators, kannst du alles bestimmen.

    aber mach nur was du meinst... nimm nur zur kenntnis, dass eine brücke immer nur eine NOTLÖSUNG ist und niemals ein zeichen von qualität.

    mir ist in dem zusammenhang etwas sehr interessantes aufgefallen:
    wie BESSERWISSI" schon schrieb... die leistung zählt garnichts...
    ich würde sagen, dass so 10 watt für ne normale wohnung vollkommen ausreichen. wichtig ist doch der klang ! .. oder ?

    denk mal über ein 2-wege system mit 10 watt und aktiver frequenzweiche nach.. du wirst dich wundern.

    wenn du dich zuende gewundert hast, dann kaufst du richtig gute lautsprecher-chassis für deine anlage..

    und dann wunderst du dich erneut.

    wenn du jedoch bühnentechnik möchtest, dann empfehle ich, etwas zu kaufen...
    dann gibts auch garantie

    gruss klaus

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    So schlimm ist eine Brückenschaltung hinsichtlich der Verzerrungen eigentlich nicht. Immerhin heben sich die gradzahlingen harmonischen größtenteils raus. In der Regel ist eine Brückeschaltung aber wirklich vor allem was fürs Auto oder Battereibetrieb.

  5. #5
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    danke für die "kleine" zustimmung

    gruss

  6. #6
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Ich baue mir diesen Verstärker nicht nur um bei Kollegen anzugeben, sondern als Konzertverstärker. Und eine Aktive Frequenzweiche, Vorverstärker, etc. kommt natürlich auch dran, das habe ich alles schon, es geht mir nur noch um die Endstufe.

    Das die Brückenschaltung nur eine Notlösung ist war mir nicht bekannt... vielen Dank schon wieder was dazu gelernt

    Kennt ihr den andere ICs (hybrid?) die meinen Anforderungen genügen könnten?

    Ps: MIt den Boxen beschäftige ich mich nach dem Verstärkerbau...

    Mfg

  7. #7
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    Gerade bei einer Aktivbox muß man eigentlich erst mal wissen was da für Lautsprecher dran hängen und ehe man die Verstärker bauen kann. Wenn man unbedingt bei IC oder Hybridverstärkern bleiben will und nicht diskret aufbauen will, dann hat die Brückeschaltung auch noch einen Vorteil. Man verteilt die Leistung auf 2 Ics und kommt mit niedrigeren Spannungen aus. Für eine Aktivbox wird man die hohe Leistung eher nur für den Bassbereich brauchen, für Mittel- / Hochtöner braucht man eher weniger Leistung. 100 W sind schon recht viel für eine IC Endstufe, da wäre die Brückenschaltung eventuell auch nicht schlecht, von der Tendenz aber eher mit 8 Ohm.

  8. #8
    Benutzer Stammmitglied
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    Ich habe mal gesehen, dass ein Verstärker nach einem IC noch mit diskreten Bauteilen ergänzt wurde. So kam er mit einem 2x65W IC auf 200W RMS gebrückt! Währe sowas auch möglich? mich wundert nur, dass die nachfolgenden diskreten Bauteile den Eingangsstrom verkraften!? (Ub +/-40V)

    Könnte ich den Verstärker auch so aufbauen?

    Mfg jannik

  9. #9
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    Es gibt da einige Schaltungen, die ein IC mit diskreten Transsitoren kombinieren. Bei den Diskreten Transistoren findet man eher leistungsfähige Typen, als bei den ICs. Oft werden da OPs verbaut, aber nicht alle OPs sind für die komische Verschaltung mit Ausgangssignal von den Ub Pins geeignet. Entsprechend gibt es gerade bei den Schatungen mit IC und extra Transsitoren auch viel Mist im Netz.

    Beim Vergleich ICs / diskrete Transistoren haben die ICs eher Probleme mit der hohen Spannung und viel Leistung, dafür aber weniger Probleme mit Temperaturdrift und oft bessere Schutzschaltungen.

  10. #10
    Benutzer Stammmitglied
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    Vielen dank für die schnelle Antwort!

    Wenn ich jetzt zum Beispiel das IC LM3876 (Iopeak= ca. 3A) mit dem Transistor 2N5883/5 (NPN + PNP) kombiniere (Ib= 7.5 A) würde das funktionieren?

    Mfg

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