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Thema: Platinen Ätzen :: Ich verzweifle (nicht mehr)

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Platinen Ätzen :: Ich verzweifle (nicht mehr)

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    Vor nicht all zu langer Zeit habe ich im Wiki ein Tutorial zum Ätzen von Platinen veröffentlicht. Damals hatte ich mir von Reichelt 2 Platinen bestellt und unter Verwendung der von Reichelt gelieferten Angaben liessen sich diese wunderbar ätzen. Entstanden sind mehrere voll funktionstaugliche Schaltungen. Nun wollte ich mir ein neues Board ätzen und habe mir exakt den selben Platinentyp ein zweites mal bestellt - und weil's das letzte Mal so gut lief gleich 10 Stück. Nachdem ich die Schaltung fertig hatte habe ich versucht die Platinen zu belichten und dann zu entwickeln. Genau, wie ich es bei meiner ersten Serie getan habe. Selbe Konzentratipn der Chemikalien. Selbe Belichtungszeit. Selbe Themperatur. Selbe Lampe. Alles genau wie damals. Nur hat sich beim Entwickeln leider herausgestellt, dass einige Bahnen noch nicht fertig entwickelt waren, während andere bereits wieder verschwanden. Danach habe ich es mitt unterschiedlichen Belichtungs/Entwicklungszeiten versucht, bis ich zu einem akzeptablen Resultat kam. Nun zum Ätzen. Ich habe erneut eine Natriumpersulfatlösung der selben Konzentration wie damals angesetzt (10g auf 100ml). Leider ätzt sie nicht. (Themperatur 45C. Nachdem sich nach 15 Minuten immer noch nichts getan hat habe ich die Platine entnommen und in frische Lösung gelegt. Nun sind wieder fast 20Minuten um und die Lösung ist nicht einmal leicht bläulich. Was um Himmels Willen ist hier los??????? Hat man mir Platinen mit Säureschutzschicht verkauft??? Es tut sich echt ÜBERHAUPT gar nichts.

    Helft mir


    Edit: Ich habe eben die Ätzlösung mit der Platine sogar probeweise zum kochen gebracht und noch immer tritt keine Blaufärbung durch Cu2+ Ionen auf!

  2. #2
    Moderator Roboter Genie
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    Hi!
    Ich würde aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass das ein klarer Fall von unvollständiger Entwicklung ist.
    Nimm dir doch einfach mal einen Pinsel (für Wasserfarben), leg die Platine zurück ins Entwicklerbad und streiche leicht mit dem Pinsel darüber.

    Bis man beim Ätzen manchmal für alles die richtige Kombination hat, können schon einige Nerven draufgehen. Ich hab der letzt auch neue Lösungen angesetzt (nach vorgegebenem Rezept natürlich) und es hat nicht gleich funktioniert. Bei mir war der Entwickler zu schwach.

    MfG
    Basti

  3. #3
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    Dein NaPS ist warscheinlich zu schwach angesetzt. 200-240g/l Ist bei mir angegeben.

    MfG Matthias

  4. #4
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    Ich hab das mit dem Pinsel grad probiert. Das Layout erscheint sehr viel schneller und auch deutlicher. Die Platine ist grad am ätzen. Mal schaun, was draus wird.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    Hallo Barthimaeus,

    genau nach Deinem Rezept habe ich vor drei Tagen meine erste Platine (für meine ersten SMD-Versuche) geätzt. Als Belichter einen 10 Jahre alten 1000 W Photostrahler unter einen Glastisch (leider KEIN Quarzglas) gelegt und eine briefmarkengrosse Probeplatine 30, 60 und 80 sec. belichtet. Platine BEL 75X100-1 letzte Woche vom großen R bekommen. Entwickelt genau wie in Deinem hübschen Wikiartikel. Der eine Streifen (80 sec) scheint mir überbelichtet zu sein, die sieht be.. ähh, schlecht aus. Der Rest sieht recht ordentlich aus. Allenfalls die Verzinnung, die ich auch schon drauf habe, ist nicht so optimal, da scheinen einige Nanopartikel zwischen den einzelnen Leiterbahnen zu kleben - aber die Verzinnung habe ich mit der Lötlampe (ok, ok, ok, ich weiß - aber ich kam nicht an den firmeneigene Heißluftfön) gemacht.

    Fazit: bei mir gings.

    Allerdings scheint mir die Ätzmittelkonzentration auch etwas schwach zu sein. Als Behälter habe ich zum Entwickeln und Ätzen einen Yoghurtbecher genommen in einem Yoghurtbecher mit heissem Wasser.

    Anmerkung: neben den Platinen verkauft der große R für € -.50 eine Arbeitssanleitung von Bungard. Es gibt aber auch ein "Datenblatt" - verlinkt bei den Platinen. Das habe ich mir geholt. Darauf steht "Arbeitsanleitung". Dort ist die Arbeitsweise hübsch erläutert. Allerdings wird dort von Natriumpersulfat abgeraten. Vordergründig heißt es: " ... in keiner Ätzmaschine mehr zeitgemäß und nach dem Sonderabfallvermeidungsgebot sogar unzulässig ...".

    Viel Erfolg für Dich weiterhin.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  6. #6
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    Und ich dachte FeCl3 wurde durch Natriumperuslfat abgelöst, weil es veraltet sei ^^

    Edit: Juhu - es wird !!!

  7. #7
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    Wodurch zeigt sich zu lange Entwicklung an der geätzten Platine? Villeicht dadurch, dass auf Bereichen der Platine das Kupfer um die Leiterbahnen herum nicht aufgelöst wird? So dies der Fall ist ist meine Platine diesmal überentwickelt ^^

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    Zitat Zitat von Barthimaeus
    ... FeCl3 wurde durch Natriumperuslfat abgelöst, weil es veraltet sei ...
    Ich glaube nicht, dass das der Grund ist: lies doch mal den Wikipedia-Artikel dazu durch. Persulfate sind allgemein nicht so sehr gern gesehen ....

    Übrigens lese ich bei Wikipedia gerade etwas über die Konzentration und sonstiges, interessantes Zeug:
    Zitat Zitat von Wikipedia
    ... In Wasser gelöst wird Natriumpersulfat (200g/l H2O) in der Leiterplattentechnik zum Ätzen der Kupferschichten von Platinen verwendet:

    Statt Natriumpersulfat kann jedoch auch das entsprechende Ammoniumsalz verwendet werden.

    Gegenüber dem üblichen Ätzen mit Eisen(III)-chlorid-Lösung hat Natriumpersulfat den Vorteil einer geringeren Unterätzung auch bei höheren Temperaturen (nicht über 50 °C, erhöhter Zerfall), und damit einer genaueren Konturenschärfe (daher der Handelsname Feinätzkristall) ...
    ... das bestätigt also Stone´s Aussage.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  9. #9
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    Ich habe die Konzentration mittlerweile aber verdoppelt. 20g auf 100ml entspricht 200g auf 1000ml

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    Nachtrag zu "... zeitgemäß ... unzulässig ...". Rechne doch mal nach. Na2 S2 O8 - - - d.h. in 1000 g NaPS sind rund 500 g O2 - das sind ungefähr ein halber Kubikmeter - wenn das als Gas auftritt.
    Ciao sagt der JoeamBerg

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