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Thema: µC-Einstieg

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    µC-Einstieg

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    Hallo,

    möchte mir demnächst mal meinen ersten kleinen roboter bauen(so auf asuro-basis).
    Hab bei Reichelt einen mega 32 gefunden.

    Kosten:2.90
    bezeichnung: ATMEGA 32-16 DIP :: ATMega AVR-RISC-Controller, DIL-40
    daten:
    ATMega AVR 32-16 PDIP
    Gehäuse: DIL-40
    MHz: 16
    Flash: 32
    EEProm: 1K
    RAM: 2K
    I/O: 32

    wenn ich mich nicht täusche müsste der richtig sein?

    Zum programmieren möchte ich ein ISP dongle benutzen. Daher die Frage, ist der Druckerport eine lange Buchse mit der Farbe lila/rosa?

    freue mich über tipps!!!!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Richtig wofür?

    Grundsätzlich ist der Mega32 ein guter Allzweckcontroller mit meist genügenden Reserven.
    Das ist einfach die Standartversion mit den 40 Beinchen..... also nix SMD

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Hi Wsk8,

    der MC-Einstieg ist mit jedem AVR-Controller der ATMega-Familie im DIP-XX-Gehäuse Machbar.
    Dieses Gehäuse ist für Bastler sehr gut verarbeitbar.
    Ich selbst habe bisher ATMega8, 16 und 8515 benutzt, die ersten Zahlen stehen für den Programmspeicher, beim ATMega32 hast du mit 32KB Programmspeicher mehr als genug (ich hab noch nichtmal die 8K von ATMega8 und ATMega8515 vollbekommen, aber ich hab auch noch nichts "richtig" anspruchsvolles geproggt)


    Allererste Versuche gehen recht gut auf Steckbrettern, die müssen auch nicht groß sein, Verändern ist auch supergut möglich, Löten wäre da nur nervig.


    es gibt ISP-Dongles über den Paralellport(Druckerport), über den seriellen Port oder kaufbare für USB. Die Paralell und seriellprogrammer kann man sich selbstbauen (hab ich beide selbergebaut, Schaltpläne gibts im Netz, kannst mich aber auch fragen, hab sie glaub noch)

    der Paralell-/Druckerport ist oft ne lange rosa Buchse. (weiblich, also der Stecker dazu muss Stifte haben)

    serielle Anschlüsse haben dieselbe Größe wie ne VGA-Buchse ('alter' Monitoranschluss) nur sind sie Männlich, sprich die Kontakte sind Stifte, und die sind in 2 Reihen angeordnet.


    Wenn du den Microcontroller bestellst (bei dem Preis tipp ich mal auf Reichelt oder so...) bestell gleich noch ein Steckbrett und Lochrasterplatinen mit (Streifenraster oder Punktraster, ich persönlich bevorzuge Punktraster und dann freie Verdrahtung, mit nem 3mm Metallbohrer kann man aber bei Streifenrasterplatinen sehr gut die Leiterbahnen unterbrechen)
    dann noch nen Schalter + Stromversorgung (ich nutze z.B ne 4-fach Batteriehalterung mit 1,2V-Akkus und als 5V-Spannungsregler nen LM7805, alles total einfach zu verbauen)
    nützlich sind auch passende Stecksockel für den Microcontroller, damit mman die nicht durch lötarbeiten beschädigen kann (sind zwar verdammt stabil, aber sicher ist sicher)
    und die Bauteile für n Programmierdongle

    und wennschon dennschon: ein paar weitere Microcontroller sind immer drin (1,50 bis 2,90), dann musst du nicht nachbestellen und weitere Versandkosten Zahlen. (am besten Verschiedene, wenn du dann ein kleines Projekt hast, benutzt du nen ATMega8 oder nen ATTiny23 /etc. , bei großen Projekten (großes Programm oder viele benötigte Anschlüsse) nimmst du dann nen ATMega16 oder 32 /etc.)


    optional und recht brauchbar sind auch noch
    - ein MAX232, eine SUB-D-9-Buchse und 2 1µF-Elektrolytkondensatoren um mit dem µC über die Serielle Schnittstelle zu kommunizieren (RS232)
    - Taster
    - Potentiometer
    - LEDs + 250Ohm Vorwiderstände
    - LCDs mit sonem kompatiblen Chip drauf, welcher das war, weiß ich grad nicht...
    - was dir noch einfällt
    Gruß, AlKi

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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Hallo ALKi.
    erstmal danke für die vielen tipps!
    Elektronische Bauteile wie LEDs, Vorwiderstände, Potis usw. besitze ich bereits, da ich schon länger kleine elektronische schaltungen baue. Jetzt möchte ich auch mit robotik anfangen(habe bereits einen asuro). Steckbrett und µC möchte ich mir bei Reichelt noch besorgen, zusätzlich noch ein programmierkabel. Beim Aufbau von ersten kleinen schaltungen am Controler habe ich mich auch schon informiert. Ich weiß das der Controler verschiedene Anschlüsse hat (PC5,PC7,ICP usw.). Aber woher weiß ich was nun ein I/0 port oder ein PWM ist????
    Und was ist ein MAX232???

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    ein MAX232 ist ein Chip, der die 5V bzw 0V-Signale von dem µC in +15V bzw -15V Signale für die Serielle Schnittstelle vom PC konvertiert. und anderstherum macht ers natürlich auch.


    Hast du mal einen Blick in das Datenblatt von irgendeinem AVR-Controller geworfen?

    hier mal die am meisten genutzten Arten der Anschlüsse (einige sind verschieden/mehrfach nutzbar):

    - P[Buchstabe][Zahl von 0 bis 7): ein einfacher digitaler I/O-Pin, gehört zu Port[Buchstabe]
    Bsp: PA0 ist der erste Pin von Port A

    - ADC[Zahl]: am Pin anliegende Spannung kann mit dem Analog-Digitalwandler in einen digitalen Wert 'gewandelt' werden (nur positiv mögl.)

    - Aref (oft Vref genannt): Referenzspannung für den ADC, max. Betriebsspannung (+5V), Spannung an den ADC-Pins sollte nie höher werden. Es kann auch intern die Betriebsspannung als Referenzspannung (und glaub nochn bisschen mehr) eingestellt werden, dann kann der Pin eine andere Funktion übernehmen

    - MISO, MOSI, SCK und RESET werden beim in system programming (ISP)gnutzt, ohne RESET, dafür mit SS(Slave Select) kann man mit ihnen einen seriellen Bus (übertragungsweg) realisieren.

    - XTAL1 und XTAL2: will man einen externen Quartz nutzen, so muss man ihn hier anschließen (+2 Kondensatoren, geh ich jetzt nicht drauf ein)

    - RXD und TXD (auch TX und RX oder TD und RD genannt): das sind die Anschlüsse, mit denen man über die serielle Schnittstelle mit dem PC kommunizieren kann. ich hab die auch bei LAN-fähigen ARMs gefunden, damit kann man wohl auch via LAN kommunizieren, bin mir nur nicht ganz sicher)

    - OC[irgendwas]: das sind glaub die "PWM-Ausgänge", Output compare Match von Timern
    Gruß, AlKi

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  6. #6
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    Hi,

    wenn du bestellst, nimm gleich noch ne Ladung 100nF Kerkos mit (zum entstören), davon nimmt man in der Regel je Schaltung alleine für den Atmel drei Stück (VCC-GND, AVCC-GND und AREF-GND).
    Dann der grundlegende Tipp: Kauf dir ein gutes Buch und/oder lies dir das Datenblatt eines Atmels deiner Wahl (ein "dicker" hat mehr Funktionen, ergo "erschlägst" du gleich mehr Umfang) und lies es VOLLSTÄNDIG durch.
    Die Datenblätter sind vollgepackt mit teilweise _sehr_ wichtigen Informationen.

    mfG
    Markus

    Edit: Und bestell ein paar 16Mhz/20Mhz (für die neueren AVRs) Quarze mitsamt 22pf Kerkos, um die Atmels schneller als "nur" 8 Mhz betreiben zu können.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    ouuuuh, die 100nF-Kondensatoren hatte ich voher ganz vergessen, die sind wichtig!
    (ob man gleich 3 nehmen will... bei anspruchsvollen Sachen wohl ganz gut, wenn man aber eh alle GNDs und VCCs direkt miteinander verbindet tuts auch einer)


    Aja, wenn du dich dazu entscheidest, gleich auch ein Buch zu kaufen, kann ich dir "Microcomputertechnik mit controllern der Atmel AVR-RISC-Familie" von Günter Schmitt vom Oldenbourg-Verlag empfehlen...
    (behandelte Programmiersprachen: C und Assembler, ist auch für Anfänger verständlich. Behandelt von kleinen ATTinys bis zum ATMega169 sehr viel, incl. Anwendungsbeispielen)

    So, jetzt hast du die Qual der Wahl, was du alles kaufen willst.
    Gruß, AlKi

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  8. #8
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    Hallo,
    kondensatoren will ich mir ein kleines sortiment kaufen da ich sonst immer wenn ich welche brauche die versandkosten zahlen muss. Müssen das kerKos. sein??? Gehen da elkos auch??? Wo bekommt man ein datenblatt zu einem µC? Beim asuro ist zwar eins für den mega8 dabei, aber das sind 300 seiten auf englisch wovon ich wahrscheinlich 90% nicht verstehen werde da es alles fachbegriffe sind.
    Kann man einen mega32 auch mit 20 mhz betreiben? Ich dachte die sind immer auf eine speziele frequenz abgestimmt!

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Der Mega32 wird offiziell nur bis 16Mhz unterstützt, es gibt aber deutlich "übertaktete" Varianten, du musst halt damit rechnen, dass mit steigender Frequenz nach und nach Elemente die Arbeit verweigern, als erster Kandidat wäre da der EEPROM zu nennen.

    Elkos gehen NICHT, die sind als Abblockkondensatoren zu langsam.

    Datenblätter bekommt man beim Hersteller, atmel.com
    Und durch das Englisch wirst du dich durchkämpfen MÜSSEN, es gibt zwar gute Bücher für den Einstieg, aber die richtig Guten verweisen dich immer wieder ans Datenblatt!
    Ohne das Datenblatt gelesen zu haben, kann ich dir garantieren, macht das ganze nur halb so viel Spaß, weil du in Stolperfallen rennst oder nützliche Funktionen nicht kennst.
    Die Folge sind dann zwangsläufig nervige Fehler, wenn du dann ständig im Forum nachfragen musst, machst du dir und anderen keine Freude.

    mfG
    Markus

    PS: dict.leo.org ist ein SEHR gutes Wörterbuch.

    PPS:
    Es gibt im Wiki diverse Buchtipps, ich selbst habe mir das "AVR-Microkontroller-Lehrbuch" von Roland Walter sowie "Programmieren mit BASCOM-AVR" von Klaus Kühnel geholt, OBWOHL ich in C-Programmiere.
    Insbesondere das erste Buch verwendet anstelle der BASCOM-Helfer oftmals die Konfiguration durch die AVR-Register, man lernt eine Menge über die AVRs und was man mit ihnen machen kann.
    Das letztere Buch ist mehr BASCOM-spezifisch, zeigt dafür aber eine ganze Menge interessanter Details über die AVR-Hardware, deren Funktionsweise und Möglichkeiten.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    es müssen nicht unbedingt kerkos sein, es können auch andere Schichtkondensatoren sein (Folienkondensatoren, zumindest bin ich mit denen bisher ganz zufrieden), aber keine Elkos, wie markusj schon dsagte.


    die Datenblätter bekommst du afaik bei www.atmel.com , ich glaub im Wiki sind sie bei den einzelnen µC-Themen auch verlinkt.

    ich hab anfangs auch nur 10% verstanden, das war vor nem Jahr. mitlerweile verstehe ich etwa 60%, und damit kommt man recht gut durch.
    ansonsten ist mein Englisch/Deutsch-Übersetzungsprogramm (wortweise) immer zur Hand. damit hab ich bisher noch alles verstanden.


    Was du vor allem aus dem/den Datenblatt/blättttern wissen musst, ist die Anschlussbelegung (Meist S.2)
    Die meisten Funktionen sind eh standarisiert und du kannst sie auf jedem AVR mit der Funktion genau gleich anwenden.


    PS: ATMegas haben intern einstellbare Taktraten von 1, 2, 4 und 8MHz, man kann aber (offiziell) jeden Quarz bis 16MHz dranhängen, die Frequenz muss halt im Programmcode berücksichtigt werden.
    Gruß, AlKi

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