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Thema: Welcher Trafo fürs Eigenbaunetzteil?

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Welcher Trafo fürs Eigenbaunetzteil?

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    Hallo,

    ich baue mir gerade ein regelbares Netzteil. Schaltsplan habe ich von dem Conrad-Bausatz genommen. Da ich haber noch +-5 V und +- 12 V haben wollte, habe ich noch ne kleine Schaltung mit 4 Festspannungsreglern aufgebaut.

    Bei den Festspannungsreglern habe ich die Standardschaltung aus dem Datenblatt genommen, jeweiles 78xx und 79xx.

    Spannungsbereich Regelbar 0-30 V / 3A
    Spannungsbereich Fest +-5V / +-12 V / jeweils 1 A

    Für die Festspannungsregler habe ich gelesen das man einen Trafo mit Mittelanzapfung oder 2 Spulen nehmen sollte (dabei 2 Enden verbinden und als Masse nutzen).
    Beim testen der Schaltung habe ich nur einen Trafo mit einer Wicklung angeschlossen und beide Festspannungsregler haben funktioniert. Nun meine Frage: Brauche ich für die Standardbeschaltung einen Trafo mit Mittelabgrif bzw. 2 Spulen als Sekundärwicklung?

    Werde wohl eh 2 Trafos brauchen, da ich den regelbaren Teil 2x aufgebaut habe.

    Vielen Dank schonmal
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Man wird wohl nicht um 2 Trafos herumkommen, es sein den man findet welche mit geraden den Passenden Sekundärwicklungen zusammen.
    Vermutlich ein Tarfo für die beiden 30V Spannungen und einer für die 4 Festspannungen.

    Für die Regelbaren 30 V sollten das ungefähr 35 V an den Elkos sein, was ein Trafo mit 25 V wäre. Die Nächste normale Spannung wäre 24 V, das wird dann aber schon relativ kanpp und man wird bei 30 V nicht mehr unbedingt die ganzen 3 A entnehmen können. Sonst ein Trafo mit 2 x 30 V, dann könnte man aber auch etwas mehr als 30 V rausgeben. Für 3 A am Ausgang sollte der Trafo für etwa 5A-6A ausgelegt sein, denn der Strom wird nicht gleichmäßig entnommen. Das wäre dann also 2x24 V , ca. 250 VA oder 2x30 V ca. 300 VA.

    Die kleinen Festsannungsregler könnte man aus einem Trafo Speisen, der z.B. 2 x 15 V oder 2 x 12 V liefert. Ein 12 V Trafo wäre recht knapp und man sollte dann low drop Regler nehmen. Die +- 5 V würde ich vom Selben Trafo nehmen, mit extra Gleichreicher und Widerstand zwischen Gleichrichter und Elkos. Durch den Widerstand wird weniger Leistung am Spannungsregler verbraucht, und der Strom vom Trafo ist etwas sinusähnlicher.

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Danke vielmals

    So ein Netzteil habe ich schon mal in meiner Praktikumszeit auf der FOS gebaut. Da gab es nur 1x 0-30V und die Festspannungen. Dort haben wir einen Trafo gehabt der 1x 24V 3,5 A, 1x 12/14V 1,5 A und 1x 6/8 1,5A kann. Also dann wohl nicht das optimale.

    Was ist denn eine gute Bezugsquelle für Trafos? Conrad, Reichelt hab ich jetzt keine passenden gefunden.

    lg

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Ich würde in der Heutigen Zeit keine Trafo Netzteile mehr aufbauen sondern mich nach Schaltnetzteilen umsehen, da steht in der aktuellen (noch) Elektor was sehr Interessantes. Darüberhinaus könnte man das ganze mit einem µC Intelligent gestalten (Strom/Spannungs/Temperaturüberwachung).

    Ansonsten wenn du Bauteile suchst: Schuricht, RS-Online, Reichelt, ELV, DigiKey

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Ein Schaltnetzteil ist schon um einiges komplizierter, vor allem wenn man damit auch die Netztrennung machen will. Gerade bei der Großen Leistung ist das aber natürlich sinnvoll, denn als Linearnetzteil muß man bei den 30 V 3A schon gut 100 W Verlustleistung einplanen.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Die sind zwar Komplizierter - das hält sich aber alles noch im Rahmen. Auserdem bin ich der Meinung muss man heutzutage als Hobbybastler nicht in Oldschool Elektronik rumgraben. Ist doch alles schön zugänglich und die Elektor bietet da nen Guten Einstieg.

    Netztrennung geht ja wunderbar über Übertrager. Gut, die sind hässlich zu Berechnen aber ich meine das da auch was in der Elektor steht.

    Auserdem kosten vergleichbare Trafo Netzteile ein vielfaches von vollelektronischen

  7. #7
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    Ich kenne das Elektornetzteil jetzt zwar nicht, aber oft haben lineare Netzteile gearade fürs Basteln einige Vorteile. ZB. die Strombegrenzung. Für das Schaltnetzteil braucht man dann auf jedenfall noch eine extra Strombegrenzung, weil sonst der Glättungselko die angehängte Schaltung zerstört bevor der Schaltregelkreis etwas gegen den zu hohen Strom tun kann.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Ich sehe das Hauptproblem darin, dass Netzteil zum Experimentieren mit jeder möglichen Last am Ausgang stabil gegen schwingungen sein soll. Das ist schon bei Linearen Netzteilen nicht ganz einfach. Bei Schaltnetzteilen ist das noch etwas schwieriger und wenn man es hinkriegt weren sie meistens relativ träge in der Regelung. Für ein Labornetzteil ist die Lösung der Wahl normalerweise ein Schalltwandler für die Netztrennug und Grob-regelung und ein dahinter geschalteter Linearer Regler. Für den Selbstbau ist das aber relativ aufwendig.

    Wenn man es genau nimmt ist auch ein Netzteil mit normalen Trafo nicht mehr so einfach. Auch da hat man schließlich das Problem den Leistungsfaktor nahe an 1 hinzukriegen. Auch hier gibt es eine klassische aber recht aufwendige (und daher eher selten genutzte) Lösung mit einer Drosssel hinter dem Gleichrichter.

  9. #9
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    Hallo!

    Wenn man die Leistungsverluste und somit die Wärmeentwicklung niedrig halten will, könnte man eine Kombination aus Vorregler mit Triac und dahinter Linearregler anwenden. Es ist zwar komplizierter, aber bei großen Bereichen von Ausgangsspannungen und Strömen effektiv. Der Netztrafo muss sowieso für maximale Ausgangsspannung und Strom ausgelegt sein.

    MfG

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