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Thema: Optokoppler komisch

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Optokoppler komisch

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    Hallo,

    ich habe gerade mit dem MOC 3022 experimentiert. Auf der einen Seite hatte ich eine Gleichspannung zum durchsteuern, auf der anderen eine Gleichspannung für eine LED. Der Optokoppler hat auch noch durchgesteuert, wenn man die Steuerspannung weggenommen hat. Erst als man die Led aus dem Steckbrett rausgezogen wieder reingebaut hat leuchtete sie nicht mehr.

    Wo steht denn das bitte im Datenblatt. Bin ich total blind? Welche Optokoppler reagiert denn nicht so und hält auch 325V (Netzspannung peak) aus?

    Hoffe ihr könnt mir helfen!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von Hubert.G
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    Das ist doch normal, da ist ein Triactreiber drinnen. Der OK ist für Wechselspannung ausgelegt und löscht erst im Nulldurchgang.
    Grüsse Hubert
    ____________

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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Normal, okay, wenn man es weiß. Gibt es auch Optokoppler, die man "löschen" kann?

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo s.o.!

    Die alle "normale" Optokoppler (z.B. CNY..) leiten nur wenn durch die LED ein Strom fließt. Wenn kein Strom durch die LED fließt, ist der Ausgangstransistor gesperrt. Sie können aber keine so große Ströme wie der MOC schalten.

    MfG

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Ich habe mir die mal angeschaut. Die haben eine CE-Voltage von "nur" 30-100 Volt. Ich brauche aber 325 Volt. Welchen Typ kann man mir dann empfehlen? Die Ströme sind mir egal, da es "nur" zum ansteuern eines Triacs dient.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Wenn du den Triac mit Gleichspannung betreiben willst, wird die Änderung des Optos nichts bringen, da ein Triac oder Thyristor sperrt erst dann, wenn durch ihn kein Strom mehr fließt. Um einen Triac bei Gleichspannung zu sperren wird noch ein Triac mit entsprechender Beschaltung und Steuerung benötigt.

    MfG

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Hallo Picture,

    wo kann ich das denn nachlesen, dass ein Triac erst dann sperrt. Das wusste ich nicht und hatte mich schon intensiv damit beschäftigt. Kennst Du oder jemand andere eine Seite auf der das noch mal erklärt wird?

    Wenn ein Triac erst dann sperrt, wie Du sagst, erst sperrt wenn kein Strom mehr fließt, dann macht der MOC-Treiber ja alles richtig!

    Was ich jetzt aber noch nicht kapiert habe: In allen Foren wird gesagt, dass man Triacs beim Nulldurchgang zünden soll, da es sonst zu Störungen im Netzbereich kommt und der Stromzähler dadurch mehr Strom zählen würde. Aber angenommen, man will jetzt Phasenanschnittssteuerung machen, kann man es ja gar nicht anders machen? Sind diese Störungen jetzt also nur ein Forenmythos?

    Wie gesagt für aufklärendes Dokument wäre ich dankbar.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Was schreibst Du Dir den da zusammen? Den Stromzähler vergess mal wieder. Das Zünden im Nulldurchgang ist für viele Verbraucher am günstigsten was das Störspektrum angeht, das stimmt schon.
    Anscheinend siehst Du irgendwelche Widersprüche zu Deinen Beobachtungen - wieso? In allen Beiträgen die Du nennst wird ja anscheinend von Nulldurchgängen gesprochen. Wo hast Du die denn bei Deinen Gleichspannungsversuchen?
    Triacs sind nun mal klassische Wechselstromschalter, der Name heisst ja nicht umsonst TRiode Alternating Current Switch!
    Wenn Du Gleichstrom schalten willst, nimm einfach einen MOSFET, da sparst Du Dir aufwändige Löschschaltunge. Es sei denn, Du arbeitest im Kiloampere-Bereich, aber das will ich mal nicht hoffen. 325V ist eigentlich schon zu viel...
    Was das Nachlesen angeht: in jeder Grundlagenliteratur über Halbleiter, die Vierschichtbauelemente behandelt, wird über die Selbsthaltung von Thyristoren geschrieben.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Hallo shaun.

    Vielen Dank für deine aufklärenden Worte. Wie gesagt, auf der Recherche bin ich auf soviel widersprüchliche Infos gestoßen: Zum einen wurde das Schalten von Triacs Störungen im AC-Netz verursachen, wenn man nicht beim Nulldurchgang durchschalten würde. Stimmt das jetzt oder nicht?
    Dann ging es in diesem Beitrag weiter, dass diese den Stromzähler dazu verleiten würden, mehr Strom zu zählen. Wie gesagt, alles nur gehört und jetzt möchte ich wissen was an diesen Gerüchten dran ist.

    Ich muss ein reines R-Glied an einem AC-230V(50Hz) Netz(desshalb auch 325V peak) schalten. Kann ich dieses also anmachen, wann es mir passt? Maximal fließen 4 A, also es wäre übertrieben 2 Mosfets desshalb zu nehmen. Bei einem C oder L Gliedern sehe ich es sofort ein, dass es sinnvoll ist bei 0 zu schalten

    Ich werde mich mal am WE nach Triacgrundliteratur umschauen.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Nee, umgekehrt. Bei reinen ohmschen Lasten macht es Sinn, im Nulldurchgang zu schalten, weil Dein Laststrom dann der Sinusform der Spannung folgt und keine Sprünge (beim Einschalten) hat. Bei reaktiven Lasten hast Du eine Phasenverschiebung, und es kann sein, dass der Strom gerade null ist, wenn die Spannung ihren Scheitelwert erreicht hat (nämlich bei reinen induktiven bzw kapazitiven Lasten wie im Lehrbuch).
    Für Deine Anwendung wäre also ein MOC mit Nulldurchgangsschalter plus TRIAC nach Standardapplikation angebracht.

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