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Thema: Selbstbau einer CNC Fräse (mal wieder...)

  1. #1
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    Selbstbau einer CNC Fräse (mal wieder...)

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    Hallo Leute.

    Mein erster Beitrag in diesem Forum.

    Wie die Überschrift schon sagt möchte ich mir eine CNC Fräse bauen. Ich habe mir zu diesem Zweck schon diverse Teile bei ebay besorgt. Als Zeitraum für dieses Projekt denke ich so an max. 3 Monate !!!
    Die fertige Fräse soll so ca. 1000 mm x 500 mm Groß sein.

    Natürlich als jemand der sowas noch nicht gemacht hat ergeben sich da zahlreiche Fragen.


    Da ich euch aber nicht gleich mit so viel Fragen Überschütten möchte hier erst mal meine erste Idee.

    Ich habe Gekauft:
    Präzisons Stahlwelle, Gehärtet, geschliffen und poliert, Durchmesser 20 mm, Länge 1000 mm
    mit:
    Linearkugellager im Gehäuse für 20 mm Stahlwellen
    und:
    Wellenhalter/Wellenblock, Diameter innen: 20 mm, Abmessungen: Höhe: 51 mm, Breite: 60 mm, Tiefe: 20 mm


    Diese möchte ich mit den Wellenhaltern (so hab ich mir es zumindest gedacht) auf eine Glasscheibe (möglichst dick / Sicherheitsglas) aufkleben. Ich denke das Glas das "flachste und eben´ste " Material ist, was man im Hobby bereich bekommen kann?
    Die Glasplatte mit den beiden Führungswellen kommt dann in eine Stahlrahmen.

    Nun die erste frage: Ist Glas als "Grundplatte" geeignet? Wurde das schon mal verwendet ?

    Bin für Anregungen sehr dankbar...

    Tom

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Zum Thema Glas: Sicherheitsglas ist der Oberbegriff, es gibt gehärtetes Glas für den Möbelbau, ESG = Einscheiben Sicherheits Glas, VSG = Verbundscheiben Sicherheits Glas. Alle drei Sorten haben ein gemeinsames Problem = punktuelle Schlagbelastung vertragen die nicht, d.h. wenn Dir etwas darauf fällt und mit einer Kante oder Ecke landet kannst Du fegen.
    Nicht außer Acht lassen solltest Du den Preis. Glas ist aufgrund des enormen Energieverbrauchs bei der Produktion sehr teuer geworden.
    Eine 10mm ESG 0,5m² kostet Dich etwa 120,00 Euro.
    Ein weiterer Nachteil, alle Drei kannst Du weder Schneiden noch Bohren ohne sie zu zerstören, denn Zuschnitt und Bohrung finden vor dem Veredeln statt.
    Besser und haltbarer ist Siebdruckplatte in 24mm Stärke. ( Handelsname Bituplan )
    Die gibt es im Baumarkt im Zuschnitt und ist sehr plan, feuchteunempfindlich und einiges preiswerter.
    Hergestellt wird diese Platte aus Schälfurnier und Bitumenhaltigem Leim, und anschließend Heißverpresst.
    Der Riesenvorteil ist, das Du sie ganz normal mit der Säge bearbeiten kannst, bohren kannst und sogar Gewinde schneiden.
    Alternativ kannst Du ja polierten Granit einsetzen, der kostet dann, bei 1/10 Genauigkeit, in 500x1000x50mm³ ca 800-900 Euro.
    Bevor Du aber jetzt loslegst solltest Du erst mal Bilder vom Material und eine Zeichnung einstellen.
    Gruß

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    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    auf welchne maschinenpark hast du zugriff?
    was soll das ding später können?

    von glas kann ich nur abraten, habe zwar selber glas in verwendung, doch ist bohren ohne ordentliche werkzeuge nicht wirklich einfach. da dann doch lieber einen ordentlichen grabstein mit eingeklebten gewindebuchsen.

    schau dir einmal klingon77s wellenduchbiegungs berechnung an, die kann ich nur empfehlen.
    mfg clemens
    Neun von zehn Stimmen in meinen Kopf sagen ich bin nicht verrückt. Die andere summt die Melodie von Tetris...

  4. #4
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    Dank erst mal für die Tip´s...

    Also eine Glasscheibe 10mm dick 1m x 0,5m kostet beim Glaser 37,50 € das ist absolut im Rahmen.
    Aber wie ihr schon gesagt habt ist Gals nicht so optimal wegen der Bruchgefahr.
    Den Preis für ne polierte Steinplatte bekomme ich erst morgen... mal sehn.

    Was den Vorschlag mit der Bituplan Platte angeht so lebe ich scheinbar hinterm Mond... Im Baumarkt hat man von sowas noch nicht´s gehört.

    Mir ist da aber eine neue Idee gekommen:
    Da ich viel mit Polyesterharz arbeite... könnte man sich doch eine Platte gießen. Ich denke so 3 lagen Glasgewebe zur Stabilisierung und dann darauf eine ca 5mm dicke Schicht gegossen. Vorher natürlich den Rahmen schon in die Wage gebracht.
    Damit könnte man dann auch das Problem mit sich durchbiegenden Wellen
    lösen....
    Man könnte ja dann mit der fertigen Fräse die Grundplatte abfräsen ???

    Zur Befestigung des Werkstückes (GFK, CFK usw. ) wollte ich starke Neodym Magnete nehmen die dann durch die Grundplatte das zu bearbeitende Material festhält.
    Ist das denkbar ???

    Tom

  5. #5
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    @Tom der Preis ist für Flachglas ?
    Frage nach der braunen Siebdruckplatte ( mit Bituplan können die im Baumarkt nichts anfangen )
    Das meiste verwendete Material ist nicht wirklich magnetisch.
    Ich benutze Spannpratzen in T-Nuten.

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    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  6. #6
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    Mit den mangten meine ich natürlich je einen unter der Grundplatte und einem Auf dem Werkstück... und das an drei bis vier Punkten.... das müsste doch halten?

  7. #7
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    update....

    habe mich für eine Steinplatte als Grundtisch entschieden.
    Granit, 3cm dick, polierte Oberfläche, 1m x 0,5m
    Preis 50,- €

  8. #8
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    Die polierte Oberfläche sagt aber nichts über die Güte bezüglich Toleranz aus. Und 30mm Mächtigkeit ist, bei der zu erwartenden Last, knapp gewählt, da hier die Raumtemperatur zu Verwerfungen führen kann.
    Mein Anreiß-/Messtisch 300x500 mm² ist schon 80mm stark.
    Was meinst Du mit Grundtisch ?
    Fundament, wo alles drauf befestigt wird ? oder die Arbeitsfläche ?
    Vielleicht solltest Du mal eine Zeichnung posten, damit wir die gleiche Sprache sprechen.

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