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Thema: Silberstahlwellen von Conrad

  1. #1
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    Silberstahlwellen von Conrad

    Hallo,
    sind die Silberstahlwellen von Conrad für Getriebebau geeignet ??
    Welche Wellen benutzt ihr??

  2. #2
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    ich denke schon stahl ist seht haltbar..
    MfG. Dundee12

  3. #3
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    Hallo michaelb,

    Ich bin kein Spezialist in sachen Materialien, aber Silberstahl ist im Hobbybereich wohl einer der am meisten genutzten Stähle für den Getriebebau. Er hat den Vorteil, das er relativ gut mit Hobby-Werkzeugen bearbeitet werden kann und sogar noch härtbar ist.

    @dundee12: Stahl ist nicht gleich Stahl. Es gibt sehr unterschiedliche Stahlsorten, die einen sind weich und zäh die anderen dafür sehr hart und spröde. Die Härte hängt vor allem von dem Kohlenstoffgehalt ab. Manche Stähle sind oberflächenhärtbar, so das sie nur aussen hart und Spröde, innen aber weich und zäh sind (soviel ich weis, gewollt bei Wellen in Verbindung mit Gleitlagern). Des weitern gibt es noch die Nirosta-Stähle, die durch zusätze wie Chrom, Nickel, Titan, Niob sehr resistent gegen Rost sind. Andere Zusätze sind z.B. Molybdän, Vanadium, Manganin, Kobalt, Wolfram. Sie haben alle unterschiedliche Eigenschaftsänderungen im Stahl zur Folge. Du siehst also, es gibt schon einige Unterschiede.

    MfG Volker

  4. #4
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    Welchen Werkstoff du am besten für eine Anwendung benutzen kannst liegt immer daran was du erreichen willst. Wenn du z.b. dünnere Wellen möchtest wirst du warscheinlich einen Stahl mit einer höheren Zugfestigkeit wählen. Wenn das ganze z.b. bei Reibung nicht so einen hohen Verschieß haben soll muss es natürlich gehärtet werden. z.B. wirst du in der Industrie kein Zahrrad finden das nicht gehärtet ist ... allerdings ist das Zahnrad nicht komplett gehärtet sonder nur an den Zähnen ... da es erstens zu teuer währ das ganze zu härten und weil zweitens nicht überall härte gewünscht ist...

    Wenn du weißt was für Belastunden deine welle standhalten soll kann ich dir ausrechnen wie dick sie sein muss ... (je nach material)

  5. #5
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    netter Vorschlag, das mit dem Wellenberechnen. Vieleicht entsteht daraus am Ende ein Berechnungs-Tool (interaktiv oder downloadbar) für Robotiker.
    Mein Eindruck der Robotikszene ist allerdings, das praktisch eher nach der trial-and-error-Methode vorgegangen wird...

  6. #6
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    Hi,
    die Überlegungen oben sind natürlich schon sinnvoll. Aber ich glaube nicht dass bei den ungenauigkeiten die bei unserem "hobbymäsigem" getriebebau auftreten so sehr auf das material geachtet werden muss.
    Angenommen man bohrt ein loch im Getriebe 0,24524 mm ungenau und verwendest den besten Stahl, ist ein Getriebe mit ganz normalen Stahlwellen immer noch besser.
    Der Silberstahl ist aber allgemin schon sehr gut...kann nur zustimmen.....
    Gruß
    Raphael z.

  7. #7
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    Naja ein Tool zu entwicken das das ganzen direkt allgemein Berechnen ist nicht ganz so einfach da dabei eine Menge Faktoren beachtet werden müssen (außerdem bin ich net so der Programmiermaster ) ... und ich kann bisher nur die normale berechnung, und kann das ganze noch net auf Formfestigkeit prüfen (Kerbwirkung ...) aber, füren Hobbybereich ist das alle Mal mehr als genug ... nimmt man einfach eine etwas höhere sicherheit ...
    Aber wenn sehr großes Interesse besteht kann ich mich in der Nächsten Zeit wohl mal hinsetzen und die Formeln zusammen mit einer Beispielaufgabe in *.pdf Format zusammenstellen ...

    Und in der nächsten zeit werd ich dann noch irgendwann die Wälzlagerberechnung dazu anbieten können ...

    Welche Zugfestigkeit hat Silberstahl?

    PS: Das mit den ungenauigkeiten stimmt schon aber ich glaube dass viele ihre wellen völlig überdimensionieren ...

  8. #8
    Gast
    Silberstahl (115CrV3 , Werkstoffnummer 1.2201) hat (im weichgeglühten Zustand) eine Zugfestigkeit von 770 N/mm² und läßt sich bis ca. 64 HRC härten.
    RG

  9. #9
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    mhh 700 N/mm² ist schonmal net schlecht ... zum vergleich normaler Baustahl hat 235 N/mm².

    Jut dass keiner wirklich interesse hat dann kann ich mir die ganze arbeit sparen

  10. #10
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    die 235N/mm² sind sicher der Wert für die Streckgrenze.
    Die Zugfestigkeit von Baustahl liegt deutlich darüber ( min. 340 N/mm² für St 37)

    RG

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