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Thema: EMV gerechte Schaltung entwickeln

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    EMV gerechte Schaltung entwickeln

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    Hallo

    Ich Suche gerade nebenher noch in den vorherigen Threads nach ein paar Hinweisen zum Thema EMV. Ich habe eine Schaltung die ich am 230Netz betreiben möchte.
    Was sollte ich zusätzlich in meine Schaltung bauen um keine Störungen in das Netz einzuspeisen, aber auch um "resistent" gegen Störungen zu sein die aus dem Netz auf meine Schaltung wirken? Könntet ihr mir dazu etwas sagen oder vielleicht sogar Grundschaltungen posten?
    Was auch interessant wäre ist wie ich meine Schaltung später mit "einfachen" Mitteln auf EMV prüfen kann. Mit teuren Labors kann ich nichts anfangen. Ich hab aber im Netz schon was gefunden wo in die Versorgungsleitung des Gerätes mit Hilfe einer Stromzange eine Störung induziert wurde und so das Gerät einfach geprüft wurde ob es diesen Störungen Stand hält.
    Das sind natürlich nur Störungen die über die Zuleitung auf das Gerät treffen. Auf Elektromagnetische Felder oder Elektrostatische Felder kann man so natürlich nicht prüfen. Wäre cool wenn einer von euch etwas in diese Richtung weiß.

    Grüße!!

    Bean

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Hi,
    guck' dir das mal an:
    http://www.mikrocontroller.net/artic...infache_Tester

    Gruß
    Christopher

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Nabend!

    Auf diesen Artikel bin ich auch schon gestoßen. Werde das mit den Leutstoffröhren mal ausprobieren. Mir wäre aber eine Messmethode lieber wo ich vielleicht auch auf einem Oszi oder so ein Ergebniss/Störung sehen kann. Aber vielleicht denke ich mir das einfach noch zu leicht...
    Werde mal schaun was sich da noch so ergibt. Im Moment bin ich vor allem noch auf der Suche nach Filterschaltungen und dergleichen womit ich meine Schaltung "Störfester" machen kann...

    Grüße!!

    Bean

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Hinsichtlich Abstrahlung/Einstrahlung ist das Messen etwas schwieriger als die bei Einkopplung über die Leitungen. Die Empfindlichkeit gegen Einstrahlungen kann man grob mit einem Handy testen. Mehr wird da schwierig, denn das ist mit Abstand der stärkste Sender den man legal ohne extra Lizenz betreiben darf, wenn man mal das innere eine Mikrowelle außen vor läßt. Einige Störungen kann man im UKW Radio hören, es ist aber etwas mühsam nach den Störfrequenzen zu suchen. Für Mikrokontrollerschaltungen ist der UKW Bereich auch oft der kritische.
    Schaltungen mit Quarz Stören oft auf einigen sehr engen Frequenzbereichten und sind im Radio nicht unbedingt zu hören, da keine Modulation vorhanden ist.

    Man kann aber durch ein gutes Platinenlayout schon viel gewinnen. Wichtige Punkte sind dabei die Abblockkondensatoren und eine gute Masseführung (kein Autorouter). Auch eine räumlich kleine Schaltung hilft viel.
    Als Anfänger sollte man ggf. seine Schaltung / Layouts jemandem zeigen der sich damit auskennt.
    Einen Link zu mehr Informationen: http://www.rotgradpsi.de/mc/etc/emv.html

    Da das Thema durchaus wichtig ist, sollte man eventuell eine Artikel im Wissensbereich dazu einfügen.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Vielen Dank für den Link, da steht wirklich schon viel drin. Es wird ja auch geschrieben dass sich der Selbsbau eines BurstGenerators nicht lohnt/rechnet. Wie müsste man denn soetwas anstellen? Mikrocontroller stoßen da ja aufgrund der geforderten Frequenzen an ihre Grenzen.
    Den Tip auf mikrokontroller.net mit dem Piezo zünder finde ich auch nicht schlecht... das werde ich mal probieren... Hoffe nur ich bekomme keine geschossen...

    Grüße!!

    Bean

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Der piezo Zünder ist kaum geeigent. Wenn die Hochspannung direkt eingekoppelt wird, ist der Funke viel stärker als man es für ESD Tests brauchen kann und zerstört viele sonst gute Schaltungen. Um mit dem Funken HF Funkstörungen zu erzeugen ist er zu schwach.

    Den ESD test kann man noch einigermaßen entsprechend der Normen durchführen: Einen kleinen Kondensator aufladen (ca. 1000 V) und über einen Widerstand (Hochspannungsgeignet) an der Schaltung entladen. Welche Werte (R,C,U) steht irgendwo in den Normen, oder in einigen Datenblättern von ICs.

    Der tests mit Bursts aus dem Netz ist für Hobby anwendungen eher uniteressant. Vieles wird schon vom Netztrafo aufgefangen und begrenzt. Der Rest ist mehr eine Frage der bauteilauswahl und Schaltung und weniger des Layouts. Hier würde ich mehr in einen guten Schaltungsentwurf als einen eher wenig aussagekräftiger Test inwestieren. Mangelnde Festigkeit gegen Störungen von außen sind gerade bei selbstgebauten Schaltungen das kleinere Problem, das störrt schließlich keinen Dritten.
    Kritischer sind dagegen Störungen die die Schaltung abgiebt. Es kommt zwar selten vor, aber wenn sich z.B. ein Nachbar (oder gar der Flughafen) über Funkstörungen beschwert, die auf die selbstgebaute Schaltung zurückgeführt werden können, kann das unter Umständen recht teuer (Kosten der Messung, etc.) werden. Auch wenn es nicht so weit kommt solltel man ja Ärger mit den Nachbarn vermeiden und die Amateurfunker freuen sich auch über weniger Elektrosmog.

  7. #7
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    Guten Morgen!

    Ich dachte in sachen Burst auch eher an einen BurstGenerator mit dem ich einen Burst gezielt in meine Schaltung eingkoppeln kann und so testen kann ob diese dem standhält.
    Noch ein Problem ist es zu messen was ich für Elektrosmog mit meiner Schaltung erzeuge. Konkret geht es darum einen Heizstrahler ein und aus zu schalten. Dafür verwende ich ein Solide State Relai. Das hat schon eine erhebliche Verbesserung gebracht hat im Vergleich zu einem normalen Relai mit einem starken Funken beim abschalten. Hier war immer eine deutliches "Zucken" in der Leuchtstoffröhre zu sehen die über der Werkbank hängt . Das ist jetzt nur noch viel schwächer wahrzunehmen... Was hab ich noch für Möglichkeiten diesen Schaltvorgang weiter zu entstören?

    Grüße!!

    Bean

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Du kannst im Nulldurchgang schalten, wenn Du ein entsprechendes Bauteil nutzt. ZB einen MOC3043 in Verbindung mit einem Triac
    anstelle des Relais und Snubbernetzwerk aus R und C nutzen.
    Google mal nach Funkenlöschung.
    Gruß

  9. #9
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    Also das Solide State von Sharp hat so wie ich das im Datenblatt gelesen hab schon eine ZeroCrossDetection. Aber Danke!

    Grüße!

    Bean

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