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Thema: Die Zukunft gehört dem Elektroauto

  1. #1
    Administrator Robotik Einstein Avatar von Frank
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    Die Zukunft gehört dem Elektroauto

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    Kapfenberg/Graz (pte/21.11.2007/13:50) - Die Zukunft gehört dem Elektroauto. Zu diesem Schluss kommt Hubert Berger, Leiter des Studiengangs "Elektronik & Technologiemanagement" der Fachhochschule Joanneum http://www.fh-joanneum.at, im pressetext-Interview. Berger argumentiert, dass es hinsichtlich der Antriebsvarianten von Fahrzeugen einen dringenden Paradigmenwechsel geben müsse, ehe die wertvollen fossilen Brennstoffe zu teuer sind. Ein Argument für den Elektromotor liege darin, dass der Wirkungsgrad solcher Fahrzeuge deutlich höher liege als der mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

    "Natürlich gibt es noch einige Probleme zu lösen", meint Berger im Gespräch mit pressetext. Eines davon sei die Leistung der Batterien, deren derzeitige Energiedichte zu gering sei. "Eine Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterien wird aber deutlich Abhilfe schaffen", so der Forscher. "Typische Verkehrswege sind relativ kurz und dafür reicht die Batterieleistung ohnehin aus." Bei längeren Fahrten könnten Hybrid-Antriebe zusätzlich Strom herstellen." Elektrofahrzeuge weisen einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren auf, und zwar um den Faktor zwei bis drei. "Herkömmliche Motoren verheizen die meiste Energie. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor liegt nur bei 15 bis 20 Prozent."

    Die Vision sei, Strom aus alternativen Quellen wie Sonne und Wind herzustellen. Sonnenenergie könnte zum Beispiel in Südspanien oder der Sahara gewonnen und über spezielle Hochspannungsleitungen nach Europa transportiert werden, argumentiert Berger. "Um etwa in Österreich alle Straßenfahrzeuge mit Sonnenstrom aus dem Süden zu versorgen, müssten einmalig rund 40 Mrd. Euro investiert werden. Die Summe klingt relativ hoch, ist aber im Vergleich mit den jährlich fünf Mrd. Euro, die für den Kauf von Benzin und Diesel ohne Steuern aufgewendet werden, relativ niedrig."

    Der Umstieg auf alternative Antriebskonzepte sei zudem notwendig, weil das Fördermaximum bei Erdöl wahrscheinlich bereits im September 2006 erreicht war und somit nur durch den weiteren Anstieg des Ölpreises ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch gehalten werden kann, so Berger. "Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts - der Klimawandel - macht es zusätzlich notwendig, alternative Antriebssysteme zu entwickeln." In der Übergangszeit bis zum ausgereiften Elektroauto mit verbesserten Energiespeichern werden vor allem verschiedene Hybridantriebe eine große Rolle spielen." Den so genannten "alternativen Kraftstoffe" wie Biodiesel und Bio-Ethanol gibt Berger nur wenig Chancen. "Die Klimabilanz dieser Treibstoffe ist aufgrund der durch die Düngung entstehenden Distickoxiden alles andere als gut, wie dies der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen errechnet hat." Auch wenn Biodiesel sehr schadstoffarm ist, müsse ein hoher Energieaufwand für die Bearbeitung eingesetzt werden. Auch den mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen gibt Berger keine große Chance. "Mit den derzeitigen Technologien ist kein vernünftiger Gesamtwirkungsgrad erreichbar."

    "Hybrid-Fahrzeuge werden in den kommenden Jahren mit mehr als 20 Prozent Wachstum die höchsten Zuwachsraten erfahren und das neue Stromzeitalter im Straßenverkehr einläuten", nimmt Berger an. Als Übergangslösung sei das vernünftig. Langfristig glaubt der Forscher, werde dabei die Bedeutung des Elektromotors zunehmen, jene des Benzinmotors hingegen geringer werden. "In Kombination mit der Gewinnung von Strom aus nachhaltigen Energiequellen wird das Elektroauto jedenfalls die beste Alternative zum Verbrennungsmotor darstellen", zeigt sich Berger überzeugt. "Es wird eine Riesenumstellung geben müssen. Aber man sollte dabei auch daran denken, um wie viel Gebäude, die in der Nähe von Straßen stehen, an Wertsteigerung erfahren. Zudem würde auch die Belastung durch Feinstäube aus der Verbrennung wegfallen." Diesen Mehrwert hat Berger nicht errechnet.


    Weiterlesen hier


    Quelle:
    http://www.cardor.de/nachrichten/anzeigen.php?id=2678
    pressetext.deutschland

  2. #2
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    Elektroautos haben immer noch zwei große Probleme:
    1. Die Akkus, weil die Energiedichte und die Haltbarkeit noch zu wünschen lassen. Ok, man kann einfach zig Lithium-Akkus zusammenschalten, aber wenn die mal platt sind wird's teuer. Hin und wieder hört man von neuen Superkondensatoren, (EEstor z.B.) aber drauß geworden ist noch nix.
    2. Scheinen die Hersteller in ihren Werbetexten zu vergessen dass der Strom auch irgendwo herkommen muss. In Wirkungsgradbetrachtungen wird immer die hohe Effizienz des Motors erwähnt. Aber bis der Strombedarf komplett durch erneuerbare Energien gedeckt ist, wird's wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern.

    Natürlich geht die Entwicklung in Richtung Elektroauto, aber bis das zum Standard geworden ist, wird's noch ein bisschen dauern.

    Gruß

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    @dennisstrehl:

    Punkt 1: Das sagte Berger bereits: "[...] deren derzeitige Energiedichte zu gering sei."

    Punkt 2: Das sagte Berger auch, zwischen den Zeilen.

    Und mit Punkt 3 hast Du recht. Das ist aber auch nur die Quintessenz aus dem obigen Text...

  4. #4
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Wenn sich diese Autos durchsetzen wird auch der Herstellungsprozess der Marktwirtschaft unterworfen und die Akkus werden dadurch billiger.

    Es gibt allerdings auch genügend Wege um Öl aus Biomasse zu gewinnen. Z.B. gabs da mal eine News wo einer "Katzen" in den Tank geworfen hat. Am besten mal bei Bild anfragen, ist schließlich deren Niveau. ^^

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Wenn Du ein Mittelklassefahrzeug elektrifizierst das dann durchschnittlich 40kW Leistungsaufnahme hat (mit allen Sekundärfunktionen) und damit eine Stunde fährst, dann hast Du 40kWh Strom verbraucht, womit die Verbrauchskosten mit etwa 8 Euro fast auf Benzinniveau sind.
    Die Abgase erzeugst Du dann nicht auf der Strasse, aber im Kraftwerk, und wenn Du alle Verluste berücksichtigst erzeugst Du etwa 20% mehr Schadstoffe als wenn Du ein Auto mit fossilen Brennstoffen betreibst.
    Lösungen gab es ( Kernkraftwerke ) und gibt es bzw. wird es geben ( Windkraftanlagen / Gezeitenkraftwerke ). Solarzellen ( Photovoltaikanlagen ) habe ich bewußt rausgelassen , da erst die aktuellen Versionen in der Lage sind mehr Strom zu erzeugen als zu ihrer Herstellung eingesetzt wurde.
    Insgesamt bin ich aber guter Hoffnung.
    Die optimale Lösung für den Individualverkehr wäre ein Kleinreaktor im Auto, aber .....
    Gruß

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Oh Hessibaby, das klingt so pessimistisch, jetzt glaube ich ja glatt auch nicht mehr dran.

  7. #7
    Administrator Robotik Einstein Avatar von Frank
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    Die Leistungsaufnahme von 40kW wird auch ein Elektroauto kaum bewältigen. Der Eneriebedarf wird schon stark gesenkt werden. Auch die Höchstgeschwindigkeit kann man deutlich senken wodurch nicht nur Verbrauch sondern auch Materialbeschaffenheit/Gewicht usw. reduziert werden kann. Warum müssen wir denn immer solche Flitzer fahren, bei den meisten würde Höchstgeschwindigkeit um die 100 km/h ausreichen.
    Ich bin da otimistisch das sich da in den nächsten Jahren was tut. Der angekündigte Opel mit Stromgenerator könnte den Durchbruch bei der Nachfrage bewirken.

    Neben Kundenintresse könnte ruhig auch der Staat mal was beitragen und die KFZ Steuer für Elektroautos erlassen. Das würde garantiert die Entwicklung um Jahre beschleunigen.



    Siehe auch:
    http://www.welt.de/motor/article1300...ktroautos.html

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von frank
    Neben Kundenintresse könnte ruhig auch der Staat mal was beitragen und die KFZ Steuer für Elektroautos erlassen. Das würde garantiert die Entwicklung um Jahre beschleunigen.
    Ja das stimmt, aber unser Staat stellt sich bei entwicklungsfördernden Fragen immer quer. Leider.

  9. #9
    Administrator Robotik Einstein Avatar von Frank
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    Ja leider, wobei ich glaube das dies den Staat garnicht soviel kosten würde. Zumindest in den ersten Jahren würde ja nur eine überschaubare Zahl von Käufern auf Elektro umsteigen.



    Wenns dann zuviele sind, dann wird der Staat sowieso wieder die Steuer raufschrauben, das kennen wir ja. Aber immerhin es wäre ein Impuls.

  10. #10
    Benutzer Stammmitglied
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    "Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts - der Klimawandel - macht es zusätzlich notwendig, alternative Antriebssysteme zu entwickeln."
    Und da isses wieder, das große Märchen vom Klimawandel.

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