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Thema: Elektrotacker

  1. #1
    Maschine
    Gast

    Elektrotacker

    Hallo Zusammen,

    bin ganz neu in diesem Forum. habe mir Lange alles erstmal durchgelesen...
    aber trotzdem jetzt schonmal SORRY wenn ich was falsch mache.

    Mein Problem:

    # Ich versuche eine Spule auszulegen:

    um eine bestimmten Körper einzupressen brauche ich etwa 33J ; habe ich bereits berechnet.

    nun möchte ich das so ähnlich machen wie mit einem Eletkrotacker – das heißt mit einer Spule und einem Anker der beschleunigt wird:

    Kennt sich jemand aus? kann mir jemand helfen?

    Meine derzeitiger Berechnungsstand:

    Über E=0,5*m*v^2
    folgt v=(E*2/m)^0,5 = 25,7 [m/s]
    und über F= v^2*m/(2*s) = 132 [N]
    dann B=(F*2*μ0/A)^0,5 = 0,6 Tesla

    ich habe dabei s=0,25 [m] ; m=0,1 [kg] und d=0,035 [m^2] angenommen?!

    Nun weiß ich nicht was ich damit machen soll? ich brauche doch irgendwelche Daten,
    damit ich mir einem Hersteller eine passende Spule (Windungen, Abmaße; H) suchen kann?

    ich habe schon viel gegoogelt aber nichts erreicht?

    gibt es jemanden der mir dringend helfen kann?

    Vielen Dank
    Machine



    Prinzipskizze wie ich es vorhatte ist dabei
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken prinzip.jpg  

  2. #2
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Die Feldlinien einer so offenen Anordnung sind kaum so dicht zu bekommen, daß 0,6 Tesla herauskommen.
    Ein Hubmagnet mit beweglichem Kern und Eisnenmantel zur Rückführung der Felininien wird schon nicht so leicht auf den Wert kommen. 1,2 Tesla sind in dem hochoptimierten und "spaltfreien" Feldverläufen von Netztransformatoren.
    Ich kann zunächst vorschlagen unter Hubmagneten nachzusehen, ob sich aus den Daten ggf. auch die Energieaufnahme pro Hub bestimmen läßt.
    Im Forum gibt es auch eine Aufstellung einiger Typen.
    Conrad hat auch schon Datenblätter zu derartigen Artikeln im Netz gehabt.
    Manfred

  3. #3
    Gast
    Das geht vom Prinzip her nicht. In deiner Anordnung wird (ohne Verluste) der Anker genausoweit aus der Spule austreten wie er am Anfang gestartet ist. Er hat dann Geschwindigkeit 0 und dreht um.
    Praktisch wird der Anker sehr schnell in der Mitte stehenbleiben.

    Ich weiss zwar nicht wie du zu der Formel für B kommst (bin da nich so fit), aber angenommen dein Wert stimmt. Mit Elektroblech kommst du so auf maximal 1.9Tesla (ohne Luftspalt, Permeabilität ca. 1000). Angenommen es gibt keinen Eisenmantel liegst du mit der Permeabilität leicht über 1. brauchst also ungefähr 1000x mehr Strom als in nem Trafo für eine vergleichbare Feldstärke. -> Supraleitung
    Hubmagnete bewegen sich dagegen nur um wenige mm, bis durch ein hineinbewegen in den Kern keine erhöhung des Feldes mehr erfolgt.

    Andere Rechnung:
    Bei dem angenommenen Weg erfolgt die Beschleunigung in 1/50 s.
    Ergibt eine kurzzeitige Leistung von 1650W (ohne Verluste, und die treten wohl reichlich auf)

    Stephan

  4. #4
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Hubmagnete bewegen sich dagegen nur um wenige mm, bis durch ein hineinbewegen in den Kern keine Erhöhung des Feldes mehr erfolgt.
    Der einzige Vorteil bei diesen Hubmagneten ist, daß sie wenigstens gegen Ende ihres Arbeitsweges einen einigermaßen in Eisen geführten Feldlinienverlauf haben und so noch ein wenig Energie umsetzen können. Offene Konstruktionen funktionieren am besten mit Supraleitung.

    Man soll da übrigens vor kurzem einen deutlichen Schritt weitergekommen sein an der Alaska Pacific University, mit Supraleitung bei Zimmertemperatur. Erste Ergebnisse waren schon vielversprechend, bis sich herausstellte, dass einer das Fenster offen gelassen hatte. [-(

    Manfred

  5. #5
    Gast
    Ok die Skizze ist nicht ganz gelungen. der luftspalt ist wahrscheinlich zu groß und der Anker zu kurz....

    aber: ich habe einen ELektrotacker geöffnet und habe das dort auch so gesehen, zuminest prinzipiell? wie funktioniert das denn da?

    Es ist auch eine Spule mit ca 1mm Luftspalt zum Anker im Durchmesser.
    Die SPulenlänge ist 7.5cm...

    Das Problem ist nur das die Energie nicht ausreicht um meinen EInpressvorgang zu erfüllen.

    Deshalb dachte ich, das ich das selber auslegen könnte? kann mir jemand dabei weiterhelfen?


    Und vielen Dank für die Antworten.

    Gruß

  6. #6
    Gast
    Das kann schon wie ein Hubmagnet funktionieren, nur wenn man sich die Daten von den Teilen so an nem Beispiel ansieht:
    Kraft: 30/72 N (Anfang/Ende)
    Hub: 26 mm
    -> Energie pro Hub: ca. 1,3 J
    Leistung: 140 W (während des Hubs)
    Gewicht: 1 kg

    Bei größerem Aufbau (25kg/3,5 kW, oder sinds nur 5 kg?) wirds schon gehn, aber Gewicht und Leistungsaufnahme sind wohl K.O.-Kriterien.

    Wenn der Weg auf dem du die 33J brauchst nicht zu kurz ist würd ichs mit nem Druckluftzylinder machen.
    Ansonsten schau dir nen Elektrohammer an...

  7. #7
    Gast
    Jetzt stehe ich auf der Leitung?! wo hast du die daten her?

    Der Elelktrohammer funktionert ähnlich einem Pneumtikzylinder... da ist ein Hammerwerk drin, in dem ein Gewicht immer hin und her geschlagen wird.
    Der Kolben wird von einem E-Motor angetrieben....
    das passt leider deswegen nicht weil ich die Hubfrequenz nicht kontrollieren kann. das schlägt andauernd ich brauche nur einen schlag...

    aber wenn du mir nochmal die Daten von oben erklärst?

    Dankeschön

  8. #8
    Gast
    sind aus nem katalog für hubmagnete:
    http://www.ebe-gmbh.de/german/content/c_down2.html

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von vohopri
    Registriert seit
    11.09.2004
    Ort
    südlich der Alpen
    Beiträge
    1.647
    Hallo

    Zwei Varianten wären auch noch zu überlegen:

    * langsames Einpressen mit Motor und Spindelpresse.

    * Einschlagen mit Federkraft nochdem die Feder mit Spindel gespannt wurde. Sogar Schmidehämmer gibt es nach diesem Prinzip.

    Grüsse,
    Hannes

  10. #10
    Gast
    Vielen Dank mfür die Mithilfe.

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