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Thema: Wägezelle (CO2 Füllstand)

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Wägezelle (CO2 Füllstand)

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    Hallo Leute,

    ich bin seit ein paar Tagen auf der Suche nach einer Möglichkeit den Füllstand einer CO2-Flasche zu erhalten.

    Das Projekt ist just-for-fun und soll deshalb nicht viel kosten. Wir haben eine Gartenhütte umfunktioniert zur Bar und dort steht auch eine Cola-Maschine die per Festwasseranschluß, CO2 und Sirup Cola macht. Mittlerweile ist die Maschine "getuned" und macht auch Cuba Libre oder zum Beispiel Asbach-Cola auf Knopfdruck.

    Da dadurch der Durchsatz stark gestiegen ist musste nun auch eine 10kg CO2-Flasche dran. Von dieser möchte ich nun gerne den Füllstand wissen. Soweit ich weiß geht das aber nur über das Gewicht. Es ist mittlerweile unsere 3. Flasche und der Druckminderer zeigt immer um die 50 Bar an. Wenn die Flasche dann leer ist fällt der Druck mit einer paar gezapften Gläser dann schlagartig auf 0. Also muss ich wiegen.

    Ich habe schon gegoogelt und auch hier das Forum durchsucht, aber noch nicht so richtig gefunden was ich genau zum wiegen nehmen sollte und vor allem: Wo ich das Element günstig her bekomme.

    Als Grundfläche benötige ich 15cm x 15cm. Diese Fläche ist leider fest und kann nicht geändert werden. Da die Flasche auch ein Eigengewicht hat sollte der Sensor dann bis 30kg arbeiten können.

    Was schlagt ihr vor? Das Projekt sollte Elektronik- und Programmier-Technisch dann schon etwas Anspruchsvoll werden. Ich habe mir zur Auswertung irgendeinen Atmel vorgestellt, der dann eine Balkenanzeige oder eine % Anzeige erstellt. Oder berechnet wieviele Drinks noch entnommen werden können...

    Viele Grüße
    Andreas

  2. #2
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    Kann man nicht eine normale Haushaltswaage umfunktionieren?
    MfG. Dundee12

  3. #3
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    30kg das ist mehr im unteren Bereich einer Personenwaage, vielleicht meinst Du so eine.
    Mit einer Auflösung von 0,2kg sollte man ja der Aufgabenstellung nahe kommen.
    Als nächstes wäre noch interessant, ob eine solche Waage nur dann so "genau" messen kann wenn sie immer wieder entlastet wird und bei null anfangen kann.
    (Von vollautomatisch wäre das auch noch ein Stückchen entfernt. )
    Manfred

  4. #4
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    du bäuchtest ein manometer, das vor dem druckminderer hängt

    oder eine relativ einfache balkenwaage, mit der man rein mechanisch entweder einen taster mit hinweilampe kann oder der dierkt einen zeiger zur füllstandsanzeige hat. nur das genaue einrichten wird da etwas komplizierter

  5. #5
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    Zitat Zitat von MadMage
    du bäuchtest ein manometer, das vor dem druckminderer hängt
    Welchen Sinn sollte das machen? Solange noch flüssiges CO² in der Flasche ist, bleibt der Druck konstant(Temperatureinlüsse ignorierend).

    MfG

    Michael

  6. #6
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    Guten Morgen,

    vielen Dank für die Antworten bis jetzt.

    @MadMage: Ein Manometer ist doch im Druckminderer eingebaut. Und das zeigt (je nach Temperatur) um die 50 Bar an, bis es kurz vor Schluß schlagartig auf Null abfällt. Excalibur hat da die 100% passende Erklärung dazu.

    Das mit dem Entlasten ist ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Ich benötige also einen Sensor der ohne Entlastung (also ohne Tara-Ausgleich vor jeder Messung) trotzdem immer das Gewicht ermitteln kann.

    Die Flasche eben mal hochheben für das Tara ist nicht so einfach, da man recht kompliziert ran kommt. (Man soll sie in unserer "Hütte" ja nicht unbedingt sehen)

    Also müsste ich jetzt erst mal herausfinden welcher Gewichts-Sensor überhaupt geeignet ist. Nur wie mache ich das? Hat jemand eine Idee oder Tipp?

    Viele Grüße
    Andreas

  7. #7
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    Die elekronischen Personenwagen werden den Nullpunkt über eine längere Messdauer (von Wochen) verlieren.
    Die mechanischen sind da besser. Vielleicht kann man mit der Skala einer mechanischen Personenwaage etwas anfangen.
    Manfred

  8. #8
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    vielleicht kann man die gasflasche auf ein mit flüssigkeit gefülltes kA-was (luftmatratze wird zu gross sein.. luftballon auch ungeeignet,.. vielleicht eine alte gummi-wärmflasche?) stellen, und den druck in dem kA-was messen?

    neulich hat nestandart einen drucksensor für bumper verwendet:
    http://www.roboternetz.de/phpBB2/zei...g.php?p=311814

    ok, schlecht erklärt, aber man ahnt vielleicht, wie ich es meine.

    oder ne feder drunter, und den federweg über ein poti messen?

    gruesse von der lowcost-katze

  9. #9
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    Würde die Feder nach einiger Zeit nicht ermüden? Ich kann mich noch gut an die alten Federpersonnenwaagen erinnern. Die mußte man ständig nachstellen. Und nach der Messung gingen sie auch häufig nicht mehr auf Null zurück.

    Jetzt mal rein interessehalber, von welchem Gewicht sprechen wir.
    20 Kg Druckbehälter + 10 Kg Inhalt oder eher 50 Kg Druckbehälter und 10 Kg Inhalt?

    Kleinste Gewichtsdifferenzen bei relativ hohen Eigengewicht, können eigentlich nur Frauen feststellen. Muß eine Art Vodootechnik sein.-)

    Kann man nicht einfach einen Durchflußmesser anbringen, und das abgegebene Gas aufsummieren? Dann würde der µC wenigstens Sinn machen.

    Es gibt noch mehr Möglichkeiten, aber nicht ganz ernst gemeint.
    1. Temperatursensor und Heizspirale. Je nach Füllstand braucht du mehr oder weniger Energie um die Flasche samt Inhalt um ein Grad zu erwärmen.

    2. Das spezifische Gewicht der Flasche incl. Inhalt ändert sich, damit auch die Wasserverdrängung.

    3. Das Resonanzverhalten sollte sich ändern, wie bei unterschiedlich gefüllten Weingläsern.

    Am einfachsten: Du nimmst z. B. eine Wärmflasche in einer passenden Größe. Entfernst den Verschluss und befestigst stattdessen einen Schlauch daran. Den Schlauch führst Du an die Stelle, an der Du den Füllstand ablesen willst. Jetzt füllst Du den Schlauch und die Wärmflasche mit Wasser. Darauf achten das keine Luftblasen drin sind. Dann nimst Du eine kleine Kugel Styropor und legst sie in ein Reagenzglas. Das Glas kommt oben auf den Schlauch. Druckfest verbinden. Nun die volle CO² flasche unten auf die Wärmflasche. Die Luft im Reagenzglas wird nun komprimiert, der Wasserstand steigt, das Styroporkügelchen ebenfalls. Dor kannst Du jetzt mit Filzstift eine Markierung für VOLL machen. Je leerer die Flasche wird desto mehr sinkt der Wasserstand und das Styroporkügelchen. Wenn die Flasche leer ist macht Du noch einen Strich für LEER. Fertig,


    MfG

    Michael

  10. #10
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    Das sind viele Anregungen, sicher sind nicht alle erst gemeint, deshalb möchte ich auch nicht zu ernst antworten:
    Eine Federwaage leiert sicher aus und ihre Reibung nimmt mit dem Staubgehalt zu, doch sie hat eigentlich immer eine höhere Stabilität bei Dauerbelastung als ein DMS bei einer elektronischen Waage.

    Die angesprochene Fähigkeit, kleine Gewichtsdifferenzen auszuwerten beruht, soweit ich es erahne, auf die Kenntnis der geeigneten Gewichtsverteilung auf der Waage, um bei gleichem Gewicht mit dem geringsten Messergebnis aus der Messung hervorzugehen.
    Bei der Gewichtsverteilung mit maximalem Ausschlag würde man eher die beste Genauigkeit erreichen.

    Der Durchflussmesser ist für mich bei dem hohen Druck und der empfindlichen Apparatur erst einmal nicht so überzeugend, wenn es irgendwie anders geht.

    1. Das mit der Erwärmung ist prinzipiell eine gute Idee, aber wenn es im Sommer an die Grenze geht würde man keinem empfehlen die Flasche noch zu erhitzen, auch weil es wegen der Auflösung kaum bei einem Grad bleiben wird.

    2. Ein Wasserbad ist gut und reproduzierbar leiert nicht aus und bewahrt die Flasche vor hoher Temperatur. Es klingt etwas ungewohnt aber daraus läßt sich sicher noch etwas machen.

    3. Die Flasche abklopfen ist sicher auch eine schonende Lösung die erst etwas Erfahungsgewinn erfordert, dann aber ein gutes Potential für eine geniale Lösung hat. Die Flasche an einen Saitenkraftmesser aufhängen ginge auch in die Richtung.

    ... Eine Waage die über Druckmessung auf einer Wärmflasche funktioniert, mit einem selbstgebauten Druckmesser, das kann man nicht ablehnen denn es vereint zwei spontane Gesitesblitze und zwei Messprinzipien, deren Fehler sich je nach Temperatur villeicht sogar gerade aufheben können.
    Manfred

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