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Thema: Schrittmotoren aus CD-Laufwerken?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Schrittmotoren aus CD-Laufwerken?

    Hi,

    ich war letzte Woche bei Bekannten und durfte deren ausgediente CD-Laufwerke haben, also hab ich sie auseinandergenommen und mir u.a. die Motoren geschnappt.
    Es sind drei Stück drinnen: zwei Gleichstrommotoren und ein Schrittmotor.

    Nun ist an dem Schrittmotor ein flaches Kabel dran, mit zehn bis zwölf Anschlüssen. Meine Tests zeigen jedoch, dass nur die ersten drei eine Wirkung erzielen.
    Bei näherem Betrachten der Bauweise (Das ist mitunter recht schwierig, da es auf engem Raum und übereinander angeordnet ist) ist mir aufgefallen, dass auch nur die ersten drei Anschlüsse eine Spulenverbindung aufweisen. Die anderen gehn an irgendwelche SMD-Bauteile unter der Spule mit je vier Anschlüssen. Ich schätze mal, das sind eine Art HALL-Sensoren, aber egal.

    Diese drei besagten Anschlüsse haben jeder zu jedem 2.4 Ohm Widerstand. Ich habe auch ein paar Abläufe gefunden, mit denen ich eine fortwährende Drehung (also nicht nur ein Schritt) erreichen kann.

    Aber: Es sind neun Spulen unter dem Anker und nur drei sind an die Platine angeschlossen. (Die anderen sind anscheinend untereinander verbunden?)

    Kennt jemand diese Dinger? Ich möchte einen Algorithmus (d.h. Ansteuer-Reihenfolge) für die Anschlüsse rausfinden, mit der die Drehung vollständig und berechenbar wird. Kann mir wer helfen?

    Viele Grüße,
    thewulf00

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Re: Schrittmotoren aus CD-Laufwerken?

    Zitat Zitat von thewulf00
    Hi,

    ich war letzte Woche bei Bekannten und durfte deren ausgediente CD-Laufwerke haben, also hab ich sie auseinandergenommen und mir u.a. die Motoren geschnappt.
    Es sind drei Stück drinnen: zwei Gleichstrommotoren und ein Schrittmotor.

    Nun ist an dem Schrittmotor ein flaches Kabel dran, mit zehn bis zwölf Anschlüssen. Meine Tests zeigen jedoch, dass nur die ersten drei eine Wirkung erzielen.
    Bei näherem Betrachten der Bauweise (Das ist mitunter recht schwierig, da es auf engem Raum und übereinander angeordnet ist) ist mir aufgefallen, dass auch nur die ersten drei Anschlüsse eine Spulenverbindung aufweisen. Die anderen gehn an irgendwelche SMD-Bauteile unter der Spule mit je vier Anschlüssen. Ich schätze mal, das sind eine Art HALL-Sensoren, aber egal.

    Diese drei besagten Anschlüsse haben jeder zu jedem 2.4 Ohm Widerstand. Ich habe auch ein paar Abläufe gefunden, mit denen ich eine fortwährende Drehung (also nicht nur ein Schritt) erreichen kann.

    Aber: Es sind neun Spulen unter dem Anker und nur drei sind an die Platine angeschlossen. (Die anderen sind anscheinend untereinander verbunden?)

    Kennt jemand diese Dinger? Ich möchte einen Algorithmus (d.h. Ansteuer-Reihenfolge) für die Anschlüsse rausfinden, mit der die Drehung vollständig und berechenbar wird. Kann mir wer helfen?

    Viele Grüße,
    thewulf00
    Was du da ausgebaut hast ist kein Schrittmotor ;-(
    In CD-Roms werden extrem ruhig laufende Motoren verbaut. Such mal im Forum nach einem Beitrag von Manf. Der hat schonmal einen ähnlichen Motor aus einem Laserdrucker ausgebaut. In einem anderen Thread hatte ich sogar mal die richtige Bezeichnung rausgesucht. Ich glaube es ist ein Mehrphasen-Motor. Mit "digitaler" Ansteuerung kommst du da nicht weiter.
    Schau mal in den Artikel "Phasen-EPROM" von Manf, der "könnte" dir eventuel weiterhelfen.

    Mit den Hall-Sensoren hast du höchstwahrscheinlich recht. Es kann aber (leider) auch so sein das sie benötigt werden um den Motor überhaupt zum laufen zu bringen, ähnlich einem Lüftermotor im PC.

    Gruß, Sonic
    http://www.dontfeedthetroll.de/images/dftt.gif
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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Hallo thewulf00!

    Das was du da in den Händen hast ist ein spezieller dreiphasen-Motor. Diese Hallgeber wie du sie bezeichnest sind die Positionsgeber. Die nennt man Rotorlagegeber und geben den aktuellen Drehwinkel zurück an die Ansteuerelektronik um die drei Motorphasen im richtigen Moment mit dem richtigen Strom zu versorgen.

    Dieser Motor eigenet sich sich nicht um schrittweise zu positionieren. Die Ansteuerung ist zudem recht aufwendig und ein einfacher Gleichstrommotor tut seinen Dienst ebenso und wesentlich einfacher. Der einzigste Grund weshalb es diese Motoren gibt ist der, das diese Motoren extrem konstant in ihrer Drehzahl geregelt werden können.

    Die Spulenzahl ist immer ein vielfaches von 3, da immer jede dritte Phase miteinander in Reihe oder parallel geschaltet wird. Also ergibt sich bei deiner Variante (9 Anker) die Phasenanordnung von 1-2-3-1-2-3-1-2-3.

    Als testobjekt kannst du ihn sicher gebrauchen um etwas neues kennenzulernen, aber einen realen Einsatzort wirst du für diesen Motor wohl kaum finden in eigenen Konstruktionen.

    Info: Ich setze Schrittmotoren von alten 3,5" und 5,25"-Laufwerken ein. Diese Schrittmotoren kann man richtig betreiben. Die eines 5,25"-Laufwerks haben sogar einen relativ hohen Drehmoment bei 12V und kleine Bauweise. Damit lässt sich etwas ansteuern.

    Grüsse Wolfgang

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Michael
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    Hallo BlueNature
    aber einen realen Einsatzort wirst du für diesen Motor wohl kaum finden in eigenen Konstruktionen.
    da wäre ich mir nicht so sicher:
    http://www.slope-combat.de/chipsledde/index.htm
    Gruß, Michael

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Hallo Michael!

    Das ist aber ein ordentlicher Umbau eines solchen Motors. Der ist dann aber auch nicht mehr 100% orginal

    Aber ich kenne genug Modellbauer die extra auf solche defekte Laufwerke bieten und diese für ihre Spinner verwenden mit entsprechenden Modifikationen.

    Das mit dem Motor nutzen meinte ich im orginalen Zustand. Also herausnehmen und anschliessen. Das einzigste was ich damit einmal realisiert hatte war ein rotierender Spiegel. Dann war aber auch schon Schluss.

    Grüsse Wolfgang

    Hier habe ich als Beispiel auch einmal einen grösseren Motor mit 12 Ankern fotografiert. Der hat wie die anderen Motoren ebenfalls nur 3 Phasen die einfach in der Phasenfolge 1-2-3-1-2-3-1-2-3-1-2-3 durchgschleift sind. Die Hallgeber sitzen darunter und der Rotor ist abgenommen. Der hat einen ringförmigen Dauermagneten mit Nord-Süd Polen und stellt den drehbaren Teil dar.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken motorfloppy525.jpg  

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Hallo,

    ich danke euch für eure Antworten.
    Dachte ich mir doch, dass das etwas merkwürdig ist

    Naja, ich werde mal versuchen, damit was anzufangen, vielleicht gehts mit ein bisschen Einfallsreichtum.

    Viele Grüße,
    thewulf00

  7. #7
    Gast

    Re: Schrittmotoren aus CD-Laufwerken?

    Sry das ich hier ma so offtopic zwischenfrage aber,

    Mit den Hall-Sensoren hast du höchstwahrscheinlich recht. Es kann aber (leider) auch so sein das sie benötigt werden um den Motor überhaupt zum laufen zu bringen, ähnlich einem Lüftermotor im PC.
    Gruß, Sonic
    Is das wirklich so bei den PC-Lüftern?? Dass die also immer noch ein Hallsensor mitdrin haben? Weil es gibt ja immer diese PC-Lüfter ohne den Impulsausgang für die Geschwindigkeit. Dann könnte man den ja einfach beim hallsensor abgreifen.

    Nochma sorry aber musste unbedingt fragen


    PS: Der umgebaute motor auf der hp is ja echt nich schlecht!


    mfg God

  8. #8
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    mfg

  9. #9
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    Re: Schrittmotoren aus CD-Laufwerken?

    Zitat Zitat von God
    ...
    Is das wirklich so bei den PC-Lüftern?? Dass die also immer noch ein Hallsensor mitdrin haben? Weil es gibt ja immer diese PC-Lüfter ohne den Impulsausgang für die Geschwindigkeit. Dann könnte man den ja einfach beim hallsensor abgreifen.
    ...
    mfg God
    Es ist nicht bei allen so, aber wenn dann nennt sich das elektronischer Kommutator. Der ersetzt die mechanischen Kommutatoren und erhöht die Lebenszeit.

    Mit den Stichworten (auch Hall-Motor) gibt's bei Google einiges zu lesen.

    Gruß, Sonic
    http://www.dontfeedthetroll.de/images/dftt.gif
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