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Thema: starkstrom kreissäge Sicherung setzt ständig aus

  1. #1

    starkstrom kreissäge Sicherung setzt ständig aus

    Hmm, dies ist das einzige Forum, zu dem es einen Topic Starkstrom gibt, von daher die Hoffnung, dass jemand die Antwort weiß:

    Ich habe eine uralte Tischkreissäge reaktiviert, die mit Starkstrom läuft.
    Leider steigt die Maschine immer nach einigen Sekunden (bis zu ca. 1 minute) aus - um nach einer Auszeit wieder einschaltbar ist.

    Mein Verdacht: die 3 Phasen sind falsch am Panzerschrank (also dem Sicherungskasten) angeschlossen, obwohl es garantiert die 3 unterschiedlichen sind.

    Unser Herd läuft einwandfrei (vielleicht ist ihm die Anordnung egal).

    Ist die Anordnung (also die Phasenverschiebung) im Starkstromstecker wichtig oder nicht?

    Danke!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    ...Anlaufkondensator vergessen??
    Im Hochlauf ziehen Drehstrommotoren ein vielfaches ihrer nennleistung, weshalb meist ein Anlaufkondensator (oder abschaltbarer Betriebskondensator) notwendig ist. Dazu gibts die Steinmetzschaltung.
    Über 2 Kw ist diese allerdings nicht mehr notwendig.
    Dies gilt allerdings nur im 230V Dreick Betrieb (notfalls Motor brücken).

    Falls eine Phase fehlt, wird sich dein Motor kein Stück bewegen, falls zwei Phasen verkehrt aufgelegt sind, dann läuft dein Motor verkehrt herum(logisch, ne).

    ...Wenn die Sicherung fliegt, dann liegt das meist an einem Spitzenstrom oder an einer Erdung. Was genau an deiner Tischkreissäge kaputt ist, kann ich ohne weitere Angaben auch nicht sagen. Vielleicht ist auch nur der Kondensator kaputt (zur Not messen).

    Gruß
    Gleylancer

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Ist die Anordnung (also die Phasenverschiebung) im Starkstromstecker wichtig oder nicht?
    Eigentlich spricht man von Drehstrom, nicht von Starkstrom.

    Bei einem Herd der nur heizt, sollte die Anordnung der 3 Phasen egal sein. Ein normaler Drehstrom-Motor dreht aber eigentlich rückwärts, wenn man die Phasen vertauscht.

    Ausser der "Drehrichtung" gibt es beim Dreiphasen-Netz aber noch den Unterschied zwischen Stern - und Dreieckschaltung.
    Bei Sternschaltung hat man 3*220 Volt, bei Dreieckschaltung 3*380V.

    Bei einem Motor der für 3*220Volt ausgelegt ist, könnte ich mir schon vorstellen, dass er sich bei 3*380V schnell eine Auszeit nimmt bzw. sich komplett verabschiedet.
    Wenn da etwas falsch ist, müsstest du aber ziemlich übel und planlos an den Anschlüssen rumgemurkst haben und solltest dich einfach nur freuen, dass nichts schlimmeres passiert ist und den Rest jemandem überlassen der sich damit auskennt.

    Wenn deine Säge sich nur ausschaltet, nach einiger Zeit aber wieder funktioniert, hat die wohl einen Überlast- oder Temperaturschutz.

    Der könnte auch auslösen, weil die Isolierung von ein paar Motorwicklungen durchgeschmort ist. Vielleicht ist der Motor auch so verdreckt, dass er zu heiss wird, vielleicht ist es auch ganz was anderes.

    Es gibt auch eine Menge unterschiedlicher Motoren und eine Menge Elektrik und Elektronik die zwischen deinem Stecker und dem Motor sitzen könnten.
    Daher gibt es eventuell auch noch eine ganze Reihe anderer Dinge die kaputt oder falsch angeschlossen sein könnten.

    220V, bzw. 380V sind etwas zu gefährlich für Spielereien und Experimente und ne Kreissäge die auseinanderfliegt wohl auch.
    Daher würde ich an deiner Stelle lieber die Finger davon lassen.

    Wenn ich selber vor deinem Problem stünde, würde ich es jedenfalls ganz sein lassen, oder mir einen Elektriker rufen - und das obwohl (oder gerade weil) ich irgendwann mal elektrische Energietechnik studiert habe.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Sorry, wegen *klugscheiß*
    Bei Sternschaltung hat man 3*220 Volt, bei Dreieckschaltung 3*380V.
    Eigentlich hast du nur wegen der Phasenverschiebung 380V (400V)
    Dabei sind auf jedem Leiter 230V Netzspannung, aber in unterschiedlicher Phase (Drehstrom)
    Bei Dreieck ist U=U-netz und I=Istrang*Sqrt(3)
    Bei Stern ist U=Ustrang*Sqrt(3) und Istrang=Iges.
    Wenn deine Säge sich nur ausschaltet, nach einiger Zeit aber wieder funktioniert, hat die wohl einen Überlast- oder Temperaturschutz.

    Der könnte auch auslösen, weil die Isolierung von ein paar Motorwicklungen durchgeschmort ist.
    Das, oder kaputter/falscher Kondensator, der dir vielleicht die Wicklung verbraten hat.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von recycle
    ...
    Wenn ich selber vor deinem Problem stünde, würde ich es jedenfalls ganz sein lassen, oder mir einen Elektriker rufen - und das obwohl (oder gerade weil) ich irgendwann mal elektrische Energietechnik studiert habe.
    Das würd ich dir auf alle Fälle auch empfehlen, das was alles passieren könnte ist die alte Kreissäge nicht wert ,-( Solche Ferndiagnosen per Glaskugel sind, auch von Experten, halt nur Vermutungen...

    Gruß, Sonic

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Eigentlich hast du nur wegen der Phasenverschiebung 380V (400V)
    Dabei sind auf jedem Leiter 230V Netzspannung, aber in unterschiedlicher Phase (Drehstrom)
    Klingt eindeutig schöner als das was ich geschrieben habe, aber habe ich irgendwas geschrieben, was dem widerspricht?

    Bei Dreieck ist U=U-netz und I=Istrang*Sqrt(3)
    Bei Stern ist U=Ustrang*Sqrt(3) und Istrang=Iges.
    Das hilft einem aber auch nur weiter, wenn man entweder das passende Bildchen dazu vorliegen hat oder wenigstens weiss, was mit Unetz, Ustrang, Istrang und Inetz gemeint ist.
    Ohne Bildchen hilft mir das so überhaupt nicht weiter.

    Wenn ich einen ohmschen Verbraucher zwischen 2 Phasen anschliesse liegt er an der höheren Spannung und daher fliesst durch den Verbraucher auch der höhere Strom. Wenn ich denselben Verbraucher zwischen eine Phase und Null-Leiter klemme, liegt er an der niedrigeren Spannung und es fliesst auch der niedrigere Strom durch den Verbraucher.

  7. #7
    Benutzer Stammmitglied
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    War nicht eingelogt.

    Also die Sache mit dem Kondensator kann bei einer Drehstrommaschine nicht sein. Warum denn braucht eine Maschine denn einen Kondensator?
    1. zum Entstören
    2. um die Phase zu verschieben.
    Da beim Drehstrom aber die Phasen schon verschoben sind brauche ich dafür keinen Kondensator.

    mfg
    Tomcat

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Hi Recyle,
    deine Aussage:
    Ausser der "Drehrichtung" gibt es beim Dreiphasen-Netz aber noch den Unterschied zwischen Stern - und Dreieckschaltung.
    Bei Sternschaltung hat man 3*220 Volt, bei Dreieckschaltung 3*380V.
    ist so nicht richtig.
    Bei Dreieckschaltung hast du 3x230V und bei Sternschaltung 3x400V.
    Im Klemmenkasten des Drehstrom-Motors sind üblicherweise 6 Klemmen für die drei Spulen ( zweo Reihen a´. 3 Klemmen ). Da der Motor wohl schon älter ist sind diese mit U V W - X Y Z bezeichnet. Die Anschlüße Spule 1,2,3 sind U-X,V-Y,W-Z. Bei Sternschaltung verbindest Du X-Y-Z und schließt L1 an U, L2 an V , L3 an W. L1.3 sind die Aussenleiter bzw. die drei Phasen. N im Sicherungskasten die blaue Ader wird nicht angeschlossen aber dafür die ERDE (grün/gelb) !!!. Wenn auf dem Motortypenschild 220/380V steht dann darfst Du den Motor nur in Sternschaltung betreiben. Wenn 380V/657V draufsteht muß du die Dreieckschaltung anwenden. Aber egal was Du tust fasse nichts an wenn Spannung drauf ist die Sicherung merkt nicht wenn Du gerade am Verdampfen bist.

    Gruß Hartmut

    Kondensatoren sind bei Drehstrommaschinen absolut nicht erforderlich - ganz im Gegeteil.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Hi gtb,
    ich vergaß zu erwähnen das in dem Schalter an der Tischkreissäge höchstwahrscheinlich ein Motorschutzschalter eingebaut ist. Dieses Teil arbeitet thermoelektrisch d.h. Konstantandraht heizt Bi-Metall. Üblicherweise ist an diesen Teilen eine Art drehregler mit dem der Nennstrom eingestellt werden kann. Die aufgedrückten Zahlen sind aber nur näherungsweise richtig. Also Tipp Dreh das Teil etwas höher -etwas!

    Gruß Hartmut

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Ich wohne zwar an einem Ort, lebe jedoch nicht dort, wo ich wohne.
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    Mensch... ich hab davon zwar keine Ahnung, aber ich würde einfach wenn sich der Kasten abschaltet den Stecker ziehen, und dann mal testen, ob der Motor riecht oder heiß ist.

    Wenn er nicht riecht, aber heiz ist, dann kannste einfach nen dicken Kühler draufbatschen. Sollte der aber nach irgendwas(nicht Elektroeisenbahn) riechen, dann such erstmal nach Verunreinigungen, versuche ihn wenn nötig/möglich zu rinigen, und wenn das nicht hilft, dann neu wickeln(aber mit der gleichen Dicke des Lackdrahtes).


    Aber wie gesagt... Ich hab keine Ahnung davon, sondern nur von kleineren Motoren, also weiß ich nicht, ob dir der Kram danach um die Ohren fliegt!
    Wenn du es versuchen solltest, den Motor zu waschen(mit Putzmittel), dann weißt du noch weniger als ich

    Das mit dem Kühler und dem Neuwickeln klappt aber eigentlich immer bei meinen E-Motoren.

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