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Thema: Lichtschranke mit moduliertem Licht

  1. #1
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    Lichtschranke mit moduliertem Licht

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    hallo,

    ich stöber hier im Forum schon nun seit fast zwei Wochen herum und muss sagen "richtig toll" was ihr so an elektronische Spielereien mit eueren Roboterchen zusammen bringt. Leider erschliesst sich mir diese Welt nicht wirklich, weil ich von Elektronik ziemlich wenig Ahnung habe. Bin MaschBau Techniker und da besteht die Welt eigentlich nur aus Mechanik!
    Also lasst euch bitte nicht stören, wenn ich manche Sachverhalte aus einem anderen Licht betrachte
    Ich hoffe auch, dass meine Elektronik Fragen, die nicht umbedingt was mit Roboter zu tun haben hier trotzdem beantwortet werden. Ich würde mich jedenfalls freuen!


    Ich möchte mir eine Lichtschranke selber bauen und bin seit zwei Wochen ganz intensiv am Internetrechergieren. Dabei haben sich mir eine Menge Fragen aufgeworfen, die ich nicht selbst beantworten kann. Vielleicht könnt ihr mir helfen?

    Eine einfache Lichtschranke habe ich schon zusammenbekommen (wie auf http://www.hiviz.com/tools/triggers/triggers3.htm gefunden, nur statt Thyristor mit einem Transitor als "Schalter"), sie funktioniert sogar, allerdings ist sie sehr Umgebungslicht abhängig. Dann habe ich gelernt, daß man das Licht Modulieren muss, um Fehlauslösungen zu vermeiden.
    Praktischer Weise gibt es da auch schon fertige Bauteile wie den TSOP17xx, den man nur mit einer bestimmten Frequenz befeuern muss und er schaltet durch. Das Problem ist, dass dieser nur um die 960nm Empfindlich ist (was ja für Tageslichtunabhängigkeit ansich gut ist), aber ich möchte eine Laserdiode oder einen modifizierten Laserpointer verwenden. Die haben aber alle um die 550-650 nm, so kann ich leider den TSOP1738 nicht verwenden!

    So hab ich verschiedene einfache Lösungen gefunden um ein Moduliertes Signal zu erzeugen (mit einem NE555), aber wie ich das Signal "demodulieren" kann leider nicht, weil das meist immer von einem TSO17xx erledigt wird!

    Mit der Schaltung von MartinFunk http://www.roboternetz.de/phpBB2/viewtopic.php?t=25634 hab ich endlich mal eine Schaltung gefunden, die nur auf eine bestimmte Frequenz anspricht!
    Das Problem ist aber, daß ich überhaupt nicht kapier wie das Funktioniert?
    Kann mir als Nichtelektroniker bitte jemand erklären warum die Schaltung ausgerechnet nur das 7kHz Signal durchlässt? Ein einfacher Tip mit Fachbegriffen würde evtl. auch schon reichen (im www.ELKO oder im Wiki stehen immer so viele Fachbegriffe, die ich nicht auf Praktische Beispiele zuordnen kann!)

    Wenn mir jemand helfen könne wäre das schön!

    Bei dem Part mit der Frequenzerzeugung nehm ich einfach mal so hin, daß es funktioniert. Wie das funktioniert weiss ich aber nicht. Was mich nur wundert ist, dass eine andere "Oszillator"-Schaltung ...
    http://www.the-starbearer.de/Roboter...-Oszilator.jpg
    ... zwar ähnlich einfach, aber trotzdem irgendwie ganz "anders" aufgebaut ist? Am Pin 1 hängt noch ein Kondensator und die LED ist auch irgendwie ganz anders angeschlossen? Aber im Prinzip funktioniert das ja genauso nur halt mit einer anderen Frequenz! Komisch, ich hätte nicht gedacht, dass man da so viele verschiedene Möglichkeiten hat, das selbe zu erreichen, wenn es sich um ein und das selbe Bauteil handelt (NE555) ?
    Auch wundert mich, dass man bei MartinFunks Schaltung die Frequenz nicht exakt einzustellen braucht, wie das der "starbearer" und auch andere mit dem NE555 machen? Einfach den richtigen Kondensator und es passt?

    Alternativ zu einer eigenen Demodulator-Schaltung habe ich mir überlegt, ob ich bei der auf http://www.the-starbearer.de/Roboter...ake/IRBake.htm vorgestellten Schaltung nicht einfach VOR den TSOP17xx einen Fototransitor mit einer IR-LED setzte, die das Modulierte 600nm-IR-Licht auf ein 900nm IR-Signal "übersetzt"? Das sind dann praktisch zwei Lichtschranke hintereinander

    Code:
    Schaltungsbeispiel:
              +5V
              |
              R
             /
         => PT
             \
              IR-LED =>  [TSOP17xx]
              |            |  |  |_______ OUT
              |            |  |   
              |            |  +5V
              |            |
              -            -
              
    R            = VorWiderstand für LED
    PT           = Phototransistor empfindlich auf 500nm - 700nm
    IR-LED       = LED mit 960nm
    [TSOP17xx]   = Demodulator empfindlich auf 960nm
    Meint ihr sowas könnte funktionieren?

    Aber gibt es dann nicht das Problem, dass bei einer zu hohen Umgebungshelligeit (z.B. Sonnenlicht) der Fototransistor IMMER durchschaltet und der TSOP17xx damit Blind wird?(also kein 38kHz Signal mehr erkennt und einfach bockt?)


    Vielleicht könnt ihr mir helfen?

    ciao
    Frank

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von Hubert.G
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    Zum Funktionsverständnis für OPV solltest du mal hier nachsehen: http://www.elektronik-kompendium.de/...au/0209092.htm

    Die Schaltung von MartinFunk basiert auf dem Prinzip der Mit- und Gegenkopplung über ein R/C-Glied. Je nach Dimensionierung kann man mit so einer Schaltung auch sehr enge Frequenzbereiche abdecken. Um dieses Prinzip zu verstehen musst du allerdings zuerst den OPV verstehen.

    Zu starkes Umgebungslicht macht immer Probleme, da hilft meist nur abschirmen mit z.B. einer schwarzen Röhre.
    Hubert

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    hallo Hubert,

    danke für deine schnelle Antwort!

    Zitat Zitat von Hubert.G
    Zum Funktionsverständnis für OPV solltest du mal hier nachsehen: http://www.elektronik-kompendium.de/...au/0209092.htm
    das hab ich schon mal gelesen, aber verstanden? Kann man wirklich dieses komplexe Bauteil verstehen? Ganz unten ist zwar aufgeführt für was man das Bauteil praktisch anwenden kann, aber leider ohne praktische Beispiele.

    Die Schaltung von MartinFunk basiert auf dem Prinzip der Mit- und Gegenkopplung über ein R/C-Glied. Je nach Dimensionierung kann man mit so einer Schaltung auch sehr enge Frequenzbereiche abdecken. Um dieses Prinzip zu verstehen musst du allerdings zuerst den OPV verstehen.
    Danke für den Tip, vielleicht finde ich ja über die Stichworte weitere Info!

    Zu starkes Umgebungslicht macht immer Probleme, da hilft meist nur abschirmen mit z.B. einer schwarzen Röhre.
    Das hab ich mir schon fast gedacht, dass die modulation nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Das Problem einer Tubusartigen Abschirmung ist die schwiereigere Ausrichtung der Lichtschranke, aber ohne wird es wohl überhaupt nicht gehen. In meinem kleinen Testaufbau hab ich einen Schrumpfschlauch dafür verwendet, allerdings ist der PT hinten nicht geschützt. In einem Gehäuse würde von hinten kein Licht einfallen. Werde das nochmal Testen!

    Reicht es zum verändern der Empfangsfreuenz nur den Kondensator C1 zu verändern? Wie würde man dann die Dimensionierung berrechnen?

    Ich hab ein paar ELKO Seiten zum OPV angesehen, aber die paar wenigen Beispielschaltungen verwenden leich mehrere OPVs und ich verstehe nicht wirklich wie die Funktionieren. Da stand etwas von einem Filter (Tiefpassfilter), aber ich habe eher das gefühl dieser Filter filter eine bestimmte Frequenz heraus, anstatt nur diese durchzulassen?

    ciao
    Frank

  4. #4
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    Frank_R,

    es ist bestimmt gut, wenn Du Dich in das Thema Operationsverstärker (OPV) einliest. Das Gute an den Dingern ist, dass man die "Innereien" gar nicht verstehen braucht: Man kann sie allein durch die äussere Beschaltung an die eigenen Zwecke anpassen. Ein aktives Frequenzbandfilter mit OPVs richtig auszulegen ist imho zu schwierig, um es auch nach mehrmonatigem Internetstudium hinzukriegen.

    Es geht aber auch ohne OPVs. Guck' Dir doch mal das hier an:

    http://www.elv-downloads.de/service/...CHRANKE_KM.PDF

    Statt der Leuchtdiode des CNY70 kannst Du hier Deine Laserdiode einbauen. Und den Phototransistor kannst Du auch so auswählen, dass er bei der Wellenlänge Deines Lasers empfindlich ist.

    Die Auswertung geht hier mit einer Phasenregelschleife (PLL phase locked loop). Die besteht aus einem Schwingungserzeuger (Oszillator), dessen Frequenz sich linear durch eine Spannung verändern lässt: Je höher die Spannung, desto höher die Ausgangsfrequenz. Diese Spannung wird jetzt so eingeregelt, dass die Flanken des empfangenen Signals und die des gesendeten Signals immer in demselben Zeitabstand eintreten. - Im Internet findest Du reichlich ausführlichere Beschreibungen dazu.

    mare_crisium

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von Hubert.G
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    Für die Eingangsfrequenz ist in erster Linie C3 und R4 zuständig. Berechnen kann ich es aber nicht.
    Am besten wäre ein Bandpassfilter, das allerdings noch etwas aufwendiger ist.

  6. #6
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    Hubert.G,

    doch, Du kannst das berechnen: Das Datenblatt für den NE567 findest Du hier:

    http://www.nxp.com/acrobat_download/...67_SE567_2.pdf

    Auf Seite 408 des Datenblattes ist die Formel angegeben, mit der man aus dem Widerstandswert und der Kapazität (das zugehörige Schaltbild, Block Diagramm, steht auf Seite 403 und nochmal als Figure 1 auf Seite 40 ausrechnen kann. Direkt unter der Frequenzformel steht die Formel für die Bandbreite. Am Besten machst Du Dir mit Excel oder etwas Ähnlichem ein Berechnungsblatt.

    mare_crisium

  7. #7
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    Zitat Zitat von mare_crisium
    Frank_R,
    Es geht aber auch ohne OPVs. Guck' Dir doch mal das hier an:
    http://www.elv-downloads.de/service/...CHRANKE_KM.PDF
    Mensch, was bin ich für ein Depp! Solche Reflexlichtschranken habe ich schon mehrere gefunden, aber immer weggeklickt, weil ich ja eigentlich was anderes gesucht habe?!?!

    @mare_crisium: Danke für den Tip!

    Super, das ist eigentlich genau das was ich brauche!
    Die Frequenz wird für Sender und Empfänger gemeinsam geregelt? (oder hab ich das was falsch verstanden?)

    Könnte man durch erhöhen der Sendefrequenz (momentan 2kHz) die Reaktionszeit von 5ms der Schaltung noch verkürzen? Oder ergibt sich die Reaktionszeit durch andere Faktoren? Ich bräuchte nämlich eine Lichtschranke, die deutlich kürzer schaltet, weil nachfolgende Auslösevorgänge, wie Verschluss auslösen und Blitz zünden zusammen nicht mehr wie 5ms dauern dürfen (Highspeed-Fotografie von Insekten und anderen Kleinteilen)

    Die Auswertung geht hier mit einer Phasenregelschleife (PLL phase locked loop). Die besteht aus einem Schwingungserzeuger (Oszillator), dessen Frequenz sich linear durch eine Spannung verändern lässt: Je höher die Spannung, desto höher die Ausgangsfrequenz. Diese Spannung wird jetzt so eingeregelt, dass die Flanken des empfangenen Signals und die des gesendeten Signals immer in demselben Zeitabstand eintreten. - Im Internet findest Du reichlich ausführlichere Beschreibungen dazu.
    Ich hab mal gesucht und ziemlich viele Treffer und vor allem viele Böhmische Dörfer gefunden. Das Teil wird wohl in Ton-Elektronik verwendet. Die Info in der ELV Anleitung und deine Hinweise waren da schon hilfreicher.

    Wann merkt man eigentlich, dass man die Spannung für die Flanken richtig eingestellt hat? Wenn die Lichtschranke scharf geworden ist?
    Kann es sein dass durch Temperaturschwankugen sich dieser Wert verändert und man evtl. nachregeln muss, oder hält sich das System stabil?

    Wenn ich das PIN8 Signal von IC2 mit einem µC wie dem ATMega32 verarbeiten möchte, dann kann ich doch auf R7,R8,C6 und IC3 verzichten, weil diese Teile nur die Signalzeit verlängern um ein greifbares Signal zu erzeugen?

    @Hubert.G
    danke für deine Hinweis mit den C3 und R4.
    ..oh mann ist es schon Spät. Ich werde morgen (heute) das nochmal genauer anschauen...

    ciao
    Frank

    PS:
    Zitat Zitat von mare_crisium
    Auf Seite 408 des Datenblattes ist die Formel angegeben, mit der man aus
    da gibt es keine Seite 408? Aber ich schaus mir nochmal genauer an, mir fallen jedenfalls schon die Augen zu

  8. #8
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Die beschrieben Reflexlichtschranke ist für einen Abstand von 5-40mm angegeben, weiter oben war von einem Laser die Rede der sich wohl erst für größere Abstände lohnen würde. Ich hoffe es passt zusammen.
    Manfred

  9. #9
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    Frank_R,

    freut mich, dass Dir die Schaltung weiterhilft! Das mit den Seitenzahlen im Datenblatt des NE567 ist verwirrend: Es sind nur 13 Seiten; ich beziehe mich aber auf die Seitenzahl, die unten auf der Seite gezeigt wird (beginnt mit 403).

    Die Frequenz wird für Sender und Empfänger gemeinsam geregelt? - Ja, die Frequenz für Sender und Empfänger ist dieselbe und wird auch gemeinsam geregelt.

    Könnte man durch erhöhen der Sendefrequenz (momentan 2kHz) die Reaktionszeit von 5ms der Schaltung noch verkürzen? - Die Sendefrequenz muss an die maximale Schaltfrequenz Deiner Lichtquelle (Laser) und Deines Fototransistors angepasst sein. Ausserdem hat auch der NE567 eine Grenzfrequenz von ca. 50kHz (siehe Diagramm Seite 407, oberste Reihe, Mitte). Am besten, Du probierst es aus, indem Du die Werte von R4 und C2 veränderst. Die Schaltgeschwindigkeit wird eher vom Tiefpässen am Ausgang (C4) und in der Regelschleife (C3) eingestellt. Hier hilft auch Experimentieren am meisten. Allerdings wird die Frequenzregelung zu "nervös", wenn Du C3 zu klein machst.

    Wann merkt man eigentlich, dass man die Spannung für die Flanken richtig eingestellt hat? - Das merkt der NE567 am Ausgangssignal des Phasenvergleichers (phase detector). Das Einstellen und Nachregeln der Frequenz erledigt der IC intern und selbsttätig.

    Kann es sein dass durch Temperaturschwankugen sich dieser Wert verändert und man evtl. nachregeln muss, oder hält sich das System stabil? - Von der Grösse der Temperaturdrift kannst Du Dir anhand der Diagramme (Seite 408, unterste Reihe) ein Bild machen. Sie hat aber keinen Einfluss auf die Funktion der Schaltung, weil nicht die Frequenz als Kriterium für den Empfang dient, sondern die Phasenbeziehung (also der Zeitabstand zwischen den Flanken) von Sende- und Empfangssignal. Das ist eine der Stärken dieser Schaltung.

    Wenn ich das PIN8 Signal von IC2 mit einem µC wie dem ATMega32 verarbeiten möchte, dann kann ich doch auf R7,R8,C6 und IC3 verzichten, weil diese Teile nur die Signalzeit verlängern um ein greifbares Signal zu erzeugen? - Ja, das müsste gehen. C6 verlängert übrigens nicht die Signalzeit, sondern stellt die Dauer des Ausgangsimpulses ein.

    @Manf:
    Worauf Manf hinweist, ist die Tatsache, dass die Schaltung zunächst auf den CNY70 ausgelegt ist. Damit lassen sich immerhin schon ansehnliche 40mm erreichen. Die Mühe, die Schaltung an Deinen Laser anzupassen, lohnt sich wirklich erst, wenn Du über Distanzen von 1m und mehr messen willst.

    mare_crisium

  10. #10
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    hallo mare_crisium,
    Zitat Zitat von mare_crisium
    Frank_R,
    freut mich, dass Dir die Schaltung weiterhilft! Das mit den Seitenzahlen im Datenblatt des NE567 ist verwirrend: Es sind nur 13 Seiten; ich beziehe mich aber auf die Seitenzahl, die unten auf der Seite gezeigt wird (beginnt mit 403).
    dann hast du ein anderes PDF!
    das von Dir genannte http://www.nxp.com/acrobat_download/...67_SE567_2.pdf hat 18 Seiten und ist von 1 an nummeriert?

    egal!
    ich hab die Formel gefunden. fo = 1/(1.1 R1 C1) (gemäss dem Schaltplan im PDF, also gleichbedeutend mit R4 und C2 des ELV-Schaltplanes)

    nur als Beispiel: für ein 38kHz Signal müsste ich einen 20k und einen 1,2pF nehmen? (sofern es diese gibt)

    Bevor ich ein paar Fragen zu der NE567 Schaltung stelle noch zwei vorab zum NE567:
    - was ist die Bandbreite genau?
    Ist das der Bereich UM die "centre frequency" herum, mit der das Inputsignal verglichen wird (detection band)? Also quasi der Toleranzbereich der Frequenz für das InputSignal? (also alles was innerhalb des Bandes liegt wird erkannt? Breites Band = grosse Toleranz; enges Band = geringe Toleranz?)
    - nur zum Verständnis: am Pin5 liegt ein Rechtecksignal und am Pin6 ein Zickzack-Sägezahn-Dingens-Signal an? (laut Figure 16 auf Seite 8 ). Man könnte also auch das Signal zwischen R4 und C2 im ELV-Plan abgreifen und hätte dann ein Sägezahn-Signal? In der ELV Schaltung hat man bei Pin 5 abgegriffen (zur Basis des Transistors) und dadurch ein Recktecksignal verwendet?


    Nun zum ELV-Schaltplan:
    So weit meine ich verstanden zu haben:
    - Die Frequenz stellt man an Pin5+6 über R4+C2 ein.
    - der Eingang ist bei Pin3, da muss wohl immer ein Kondensator davor sein? (C1) (Koppelkondensator? was auch immer das ist?)
    Von was hängt die Grösse des Koppelkondensators ab? In der Spezi wird da gar nichts angegeben!
    - bei Pin4 bekommt der NE567 Strom
    - Pin7 ist für Masse
    - Pin 1 + 2 - für was sind die genau? (Outputfilter und LowPass Filter?
    Was machen diese Filter, bzw. was passiert ohne diese?

    C3 ist der "low-pass capacitor" und soll nach Figur 4 "bandwith vs. input signal amplitude" ausgewählt werden?
    aber wie liest man das Diagram bzw. was sagt es aus?
    Wie es scheint sollte C3 von der Frequenz abhängig sein? Die Kurven sind für das Produkt fo*C3, aber was genau stellen die Kurven dar?
    Ich hab schon ein Problem mit dem "InputCurrent VRMS", meint man damit die Spannung an PIN3? Die darf wohl max. 200mV RMS betragen. RMS steht für Effektivwert? Wieso ist das so wenig? Ich hab doch eigentlich 5V anliegen?
    Regelt man diesen Inputvoltage mit R12+R2?
    R2 ist doch ein Poti? Kann ein Poti nicht auch auf 0 Ohm runter gedreht werden? Gibt es dann nicht einen Kurzen über den Collector-Emitter des CNY70?
    (ich versteh nicht warum die beiden Parallel geschaltet sind?)

    C4 - Outputfilter:
    sollte mindestens doppelt so gross wie C3 sein, sonst klappt irgendwas nicht. Da steht auch was von "on/off-turn output stage delay".

    - Pin 8 ist der Ausgang. Er wird von HIGH auf LOW geschaltet. Was heisst das genau? Eine 5V DC fällt auf Null ab?
    Wenn ich den Ausgang an einen Microcontroller Eingangen anschliessen will, muss ich dann einen sog. Pullup Widerstand verwenden (wie bei einem Taster), oder kann ich das direkt anschliessen? Welchen Eingang am Controller nimmt man dafür: einen Analogen oder einen Digitalen?
    Da es HIGH/LOW ist müsste es doch ein digitales Signal sein oder?

    - der R3 Widerstand begrenzt lediglich den Basisstrom des Transistors?
    - der R1 ist lediglich der Vorwiderstand für die LED im CNY70?



    Entschuldigt bitte meine vielen Fragen, aber ich sitzte schon seit 2 Wochen am PC und schmöker auf unzähligen Seiten. Auf manche Dinge kann ich mir keinen Reim machen, wenn ich nicht auf so freundliche Hilfe zurückgreifen könnte!

    Ich bedanke auch schon mal im Vorraus für jedliche Hilfe.





    DKönnte man durch erhöhen der Sendefrequenz (momentan 2kHz) die Reaktionszeit von 5ms der Schaltung noch verkürzen? - Die Sendefrequenz muss an die maximale Schaltfrequenz Deiner Lichtquelle (Laser) und Deines Fototransistors angepasst sein.
    der Phototransistor PT331 hat eine rise/fall Zeit von je 15microsec: heisst das er könnte 66kHz oder nur 33kHz empfangen?
    Aber das war auch nur eine Idee. Grundsätzlich brauche ich keine so "grossen" Frequenzen.

    Ausserdem hat auch der NE567 eine Grenzfrequenz von ca. 50kHz (siehe Diagramm Seite 407, oberste Reihe, Mitte). Am besten, Du probierst es aus, indem Du die Werte von R4 und C2 veränderst. Die Schaltgeschwindigkeit wird eher vom Tiefpässen am Ausgang (C4) und in der Regelschleife (C3) eingestellt. Hier hilft auch Experimentieren am meisten. Allerdings wird die Frequenzregelung zu "nervös", wenn Du C3 zu klein machst.
    Experimentieren wird für mich schwierig.
    1. muss ich erst alle Bauteile kaufen (habe also kein grosses Repertoure)
    d.h. auch ich würde gerne vorher möglichst genau wissen, was ich denn alles besorgen muss. Fehlt was, muss ich wieder ein paar Tage warten.
    2. wie messe ich die Verzögerung der Schaltung im ms Bereich? Wenn ich weiss eine Schaltung funktioniert im µs Bereich dann ist das für mich unkritisch.

    Für mein "kleines" Lichtschranken-Projekt möchte ich mir auch erst noch eine elektronische Uhr aus einem µC basteln, so dass ich von Auslösen der Lichtschranke bis zm fertigen Foto, die Gesamtzeit ablesen kann (letztlich ist nur die für mich wichig!)


    Kann es sein dass durch Temperaturschwankugen sich dieser Wert verändert und man evtl. nachregeln muss, oder hält sich das System stabil? - Von der Grösse der Temperaturdrift kannst Du Dir anhand der Diagramme (Seite 408, unterste Reihe) ein Bild machen. Sie hat aber keinen Einfluss auf die Funktion der Schaltung, weil nicht die Frequenz als Kriterium für den Empfang dient, sondern die Phasenbeziehung (also der Zeitabstand zwischen den Flanken) von Sende- und Empfangssignal. Das ist eine der Stärken dieser Schaltung.
    versteh ich leider nicht. Der Zeitabstand zwichen den Flanken ist doch das selbe wie die Frequenz? Meinst du mit "Flanken" die des Rechtecksignals?
    Sind Sende- und Empfangssignal nicht genau Phasengleich (sagt man das so?)?


    C6 verlängert übrigens nicht die Signalzeit, sondern stellt die Dauer des Ausgangsimpulses ein.
    ämm... genau das meinte ich eigentlich
    Was wäre dann z.B. eine Signalzeit?


    @Manf:
    Worauf Manf hinweist, ist die Tatsache, dass die Schaltung zunächst auf den CNY70 ausgelegt ist. Damit lassen sich immerhin schon ansehnliche 40mm erreichen. Die Mühe, die Schaltung an Deinen Laser anzupassen, lohnt sich wirklich erst, wenn Du über Distanzen von 1m und mehr messen willst.
    ich möchte ja keine Reflexlichtschranke bauen, sondern den Laser direkt auf den PT "schliessen" lassen. Es sollen später mind. 2 Lichtschranken zu einer Kreuzschranke zusammen geschaltet werden.
    Es sollen auch Objekte die evlt. sogar kleiner als 1mm sind erfasst werden können, und zwar genau im Kreuzungspunkt und nicht irgendwo daneben.
    Stichwort "Fotofalle".
    Ich verspreche mir von den Lasern mehrere Vorteile gegen über einer Kreuzlichtschranke und IR-Dioden.
    - einfacheres Ausrichten durch sichtbaren Laserstrahl
    - engere Schnittbereiche, auch bei grösseren Entfernungen
    - hohe Empfindlichkeit der Lichtschranke auf kleinste Objekte.

    Bei einer reflexlichtschranke hat man immer eine relativ grossen Kreuzungs-"Kegel" der Empfangssensoren. Da lassen sich über die Empfindlichkeit evtl. auch winzigste Objekte erfassen, aber in einem relativ grossen Wirkbereich.



    Wie lange ist eigentlich die Schaltzeit eines TSOP1738 Empfängermodules? Das liegt doch so im µs Bereich?

    Danke übrigens nochmal für die Antworten!!

    ciao
    Frank

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