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Thema: Genauigkeit von Profilen...

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Genauigkeit von Profilen...

    Hi,

    ich hab mal ne Frage an die Praktiker. Wie genau lässt sich mit Profilmetallen arbeiten, z.B. Alu-Vierkantrohr? Soweit ich weiß werden die ja tiefgezogen, also relativ genau und gerade, oder?

    Kann ich solche Profile als Führung für einen Schlitten mit Kugellager nehmen, wenn ich eine Genauigkeit von 0,01mm anpeile?

    Ich hab vor mir ein paar kleine Maschinchen herzustellen, und da wollte ich solche Profile benutzen. Ich mein nicht die dafür vorgesehenen Boschprofile oder ähnliches, sondern Material aus'm Baumarkt.

    Gruß, Sonic

  2. #2
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    Es handelt sich bei dem im Baumarkt ausgestellten Ware um Strangguss.
    Das flüssige Aluminium wird durch eine Matritze gepresst.
    Mehr:
    http://www.alcoa.com/global/en/home.asp
    Eloxiertes (=elektrisch [Oberflächen]Oxidiertes) Material hat höhere Oberflächenfestigkeit.
    Es gibt auch härtbare Aluminiumlegierungen. Aber nicht im Baumarkt.
    Bezugsmöglichkeiten für Profile u.A. in den gelben Seiten.
    Die meterbezogenen, realen Toleranzen der Baumaktware sind größer als 0,01 mm.
    Ohne mechanischen Bearbeitung und vorheriges spannungsarm machen der Materials lassen sich die Toleranzen nicht realisieren.
    Auch dürfte die Oberflächenfestigkeit (für Kugelumlaufschuhe, abrollende Wälzlager) unzureichend sein.
    Nimm besser geschliffenes Rundmaterial aus Stahl.
    C60 sollte es schon sein. Bekommt mensch aber nicht unbedingt im Baumarkt.
    Aber vielleicht liege ich komplett flasch.
    Was soll bewegt werden?
    Massen?
    Grobkonzept?

    www.ina.de
    www.fag.de
    www.skf.de
    angeguckt?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von treckertom!
    [..]
    Ohne mechanischen Bearbeitung uns vorheriges spannungsarm machen der Materials lassen sich die Toleranzen nicht realisieren.
    Auch dürfte die Oberflächenfestigkeit (für Kugelumlaufschuhe, abrollende Wälzlager) unzureichend sein.
    Naja, ich hab die Idee mit den Profilen von diesen CNC-Selbstbauseiten.
    Soweit will aber noch gar nicht, und Linearführungen kann ich mir nicht leisten. Deswegen hab ich die Idee mit den Profilen aufgegriffen...

    Zitat Zitat von treckertom!
    Nimm besser geschliffenes Rundmaterial aus Stahl.
    C60 sollte es schon sein. Bekommt mensch aber nicht unbedingt im Baumarkt.
    Aber vielleicht liege ich komplett flasch.
    Was soll bewegt werden?
    Massen?
    Grobkonzept?
    Geschliffener Rundstahl hab ich mir auch schon überlegt, bekommt man glaub ich beim Conrad. Bronze könnte ein Mittelweg sein, oder?

    Also meine Führungen sollen auch gar nicht so lang und groß werden.
    Als erstes will ich aus zwei einfachen Linearführungen einen kleinen Kreuztisch bauen und mit einem Gewindestab per Hand antreiben. Trapezgewindespindeln sind mir zu teuer und oversized. Für meine Zwecke müsste das reichen. Wenn das mechanisch so klappt, wollte ich zwei, bzw. 3 digitale Messschieber mit Nullpunkteinstellung an die Führungen bauen. Später eventuell Schrittmotoren + Getriebe für CNC-Steuerung.

    Weiter wollte ich mir eine wirklich simple und kleine Drehmaschine bauen, ähnlich der Minidrehbänke die die Modellbauer zum bearbeiten von Motorwellen nehmen. Ca. 20cm lang...

    Also insgesamt keine großen Teile, einfacher mechanischer Aufbau, leicht und günstig verfügbare Teile. Hauptsache die Werkzeuge sind genauer als ich mit der Hand arbeiten kann.

    Bearbeiten will ich eigentlich nur Holz, Kunststoffe und evt. weiches Aluminium. Nur kleine Teile, Hauptsächlich Platten.
    Herstellen will ich Teile für Roboter und andere Spielereien.

    Wenn ich auf 0,1mm komm dann reicht mir das auch schon...

    Gruß, Sonic


    Zitat Zitat von treckertom!

  4. #4
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    Hi Sonic,

    bzgl. Linearführungen, Profilen etc. kannst Du dich mal bei

    www.hobbyshop24.com und http://top-toolshop.de/index.html umschauen.

    Oberflächengehärtete Rundstähle (meist 8..12mm) findest Du auch recht günstig in alten Scannern oder Druckern. Teilweise sind auch die Gleitlager recht gut verwendbar. Ich habe für meinen Kreuztisch (ist noch lange nicht fertig) alte ScanmakerII ausgeschlachtet. Für den Antrieb will ich den original Zahnriehmenantrieb verwenden. Ich hoffe damit auf 0,1mm Wiederholgenauigkeit zu kommen.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    So, ich hab jetzt mal ein PDF gemacht wie ich mir das jetzt vorstelle.
    schauts euch mal an...

    www.thenetalive.de/elektronik/lf1.zip

    gruß, sonic

  6. #6
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    Sehr schöne Zeichnung (wirklich) aber:
    Die Führung der horizontalen Kugellager die beide gegen die weit auseinanderliegenden Längsträger gespannt sind, sollte man abändern.

    Besser wäre eine feste Einsapnnung auf einer Schiene und ein Mitlaufen auf der anderen. Dann kann man die Führung lokal fest spannen ohne die langen Schienen zu biegen.

    Ich habe die Konstruktion mal bei einem einfachen Kreissägetisch gesehen. Hier war die Führungsschiene ein Rohr, auf dem die Brücke mit zwei Führungen mit je 3 Kugellagern befestigt war. Es gab einen Ausleger auf ein weiteres Rohr auf den die Brücke nur Aufgelegt war.
    Manfred

  7. #7
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    Habe mir gerade deinen Entwurf angesehen und gleich ein paar Fragen dazu:

    1. Wird das seitliche Spiel durch die beiden Gewindestangen an den Enden des Schlittens eingestellt?

    2. Wenn ja, wie befestigst du dann die beiden oberen Querträger?

    3. Treten die senkrechten Kräfte immer nur mittig auf?

    4. Wenn nicht, besteht dann die Gefahr, dass der ganze Schlitten kippt?

    5. Sind die senkrechten Kräfte immer nur nach unten gerichtet? Wenn z.B. ein Bohrer beim Bohren von Blechen hakt, wird das Werkstück - und damit der ganze Schlitten - nach oben gezogen. Schwalbenschwanzführungen nehmen auch solche Kräfte auf. Im Fall deiner Konstruktion wäre ein weiterer Satz Kugellager unter den Führungen nützlich.

    Viel Erfolg,
    Günter

  8. #8
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    Noch eine kleine Ergänzung: den Vorschlag von Manfred mit den Rohren finde ich gut. Dazu eine Führung in Linearkugellagern (z.B. bei Conrad Best.-Nr 221959-68, leider teuer: ca. 10€/Stk.)
    Günter

  9. #9
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    Zitat Zitat von Manf
    Sehr schöne Zeichnung (wirklich) aber:
    Die Führung der horizontalen Kugellager die beide gegen die weit auseinanderliegenden Längsträger gespannt sind, sollte man abändern.

    Besser wäre eine feste Einsapnnung auf einer Schiene und ein Mitlaufen auf der anderen. Dann kann man die Führung lokal fest spannen ohne die langen Schienen zu biegen.
    [..]
    Manfred
    Ja, hab ich auch schon mal so als Lösung gesehen. Aber da ergeben sich wieder andere Probleme.

    Aber meine Zeichnug ist zugegeben nicht ganz vollständig.
    Die Schienen werden später so auf eine Platte geschraubt, das man mit zusätzlich angebrachten Gewindestangen den Verzug ein bisschen augleichen kann. Außerdem ist die von dir beschriebene Gewindestange etwas Unterhalb der Mitte des "Trägers" angebracht.

    Beim Zusammenbau will ich erst den Rahmen locker verschrauben, dann die langen Schrauben der seitlichen Kugellager anziehen. Danach die Gewindestange, und dann erst die oberen Träger festschrauben.
    Dadurch hoffe ich das sich die seitlichen Kugellager ein kleines bisschen nach innen "verziehen"

    Ich muss da echt nochmal drüber nachdenken, die Führung ist ja schon sehr wichtig für die Genauigkeit. Das mit den Runden Stangen, naja, ich hab gedacht die würden sich unter dem Druck des Bohrers/Fräsers + Bauteil vielleicht nach Unten durchbiegen. muss ich alle nochmal überdenken...

    Gruß, Sonic

  10. #10
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    Zitat Zitat von Günter49
    Habe mir gerade deinen Entwurf angesehen und gleich ein paar Fragen dazu:

    1. Wird das seitliche Spiel durch die beiden Gewindestangen an den Enden des Schlittens eingestellt?

    2. Wenn ja, wie befestigst du dann die beiden oberen Querträger?

    3. Treten die senkrechten Kräfte immer nur mittig auf?

    4. Wenn nicht, besteht dann die Gefahr, dass der ganze Schlitten kippt?

    5. Sind die senkrechten Kräfte immer nur nach unten gerichtet? Wenn z.B. ein Bohrer beim Bohren von Blechen hakt, wird das Werkstück - und damit der ganze Schlitten - nach oben gezogen. Schwalbenschwanzführungen nehmen auch solche Kräfte auf. Im Fall deiner Konstruktion wäre ein weiterer Satz Kugellager unter den Führungen nützlich.

    Viel Erfolg,
    Günter
    Servusle,

    zu deinen Fragen:

    1) Ja so hatte ich mir das gedacht. Das Spiel der Zugstange/Mutter (noch nicht in der Zeichnung) will ich entweder mit 2 per sprengring gegeneinander geschraubten Muttern oder ähnliches Lösen, auf alle fälle zwei mutter gegeneinander...

    2) Das hab ich noch nicht ganz raus, aber da find ich auch noch ne Lösung.

    3) Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Wergzeug verfahren soll oder den Bohrer. Auf alle fälle 2 achsen über kreuz für x,y. im letzteren fall treten die kräfte dann nur mittig auf.

    4) Die Besteht, deswegen will ich die enden der Führungen jeweils lagern.

    5) Das stimmt natürlich auch. Das muss ich noch irgendwie verhindern...

    das ganze sollte eigentlich nur ein konzept sein, ob das so möglich ist, keine fertige maschine, aber eure anregungen bringen mich da immer weiter, hat also geklappt

    mein ziel ist es halt ein paar werkzeuge zu haben die unglaublich viel nutzen, aber möglichst wenig kosten. und unglaublich viel ist in vergleich mit dem arbeiten per hand doch möglich, oder?

    gruß, sonic

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