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Thema: Sicherheitsmaßnachmen gegen Elektrostatische Entladung ?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Sicherheitsmaßnachmen gegen Elektrostatische Entladung ?

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    @Frank

    wäre doch mal interessant wieviele Bastler im Forum Vorsichtsmaßnahmen Treffen ?

    So nach der Art:

    - Was ist das ?
    - Ich lange vor dem Basteln vorher immer in die Steckdose um mich zu entladen
    - ...
    - Voll ausgestatteter ESD Arbeitsplatz

    Was hälst Du davon ? Wäre doch sicher interessant !
    Spinoza sagt (epist.62), daß der durch einen Stoß in die Luft fliegende Stein, wenn er Bewußtseyn hätte, meinen würde, aus seinem eigenen Willen zu fliegen. Schopenhauer

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    wäre doch mal interessant wieviele Bastler im Forum Vorsichtsmaßnahmen Treffen ?
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dabei herausstellen würde, dass die Leute die sich am meisten mit Elektronik beschäftigen und die längste Erfahrung haben, auch die wenigsten, bzw. gar keine Schutzmassnahmen ergreifen.

    Ich habe im Laufe der Jahre schon unzählige Stunden in irgendwelchen Computern rumgeschraubt und auch schon einiges kaputt gemacht. An elektrostatischer Aufladung hat das aber nie gelegen.
    Selbst auf der Arbeit, wo ich aufgrund des tollen Bodenbelags zuverlässig jedesmal eine geschossen bekomme, wenn ich nur in die Nähe irgendeines Metallteiles komme, ist beim Schrauben in irgendwelchen Computern noch nichts dadurch kaputtgegangen. Selbst wenn ich beim einstöpseln von Netzwerkkabeln, Mäusen, Monitoren usw. auf grund von elektrostatischer Aufladung eine geschossen bekommen habe, hat das bisher immer nur mich und nicht die Geräte gestört.

    Auch bei Systemverwaltern die den halben Tag lang irgendwelche Steckkarten, RAMs, CPUs usw. tauschen habe ich noch nie jemanden gesehen, der irgendwelche Vorsichtsmassnahmen ergreift.

    Lediglich bei Leuten die ihren Rechner alle Jubeljahre mal kurz aufschrauben um nachzusehen ob noch alles drin ist, habe ich schon mal irgendwelche Erdungsschleifchen fürs Handgelenk gesehen.

    Da die meisten Einzelteile mit denen man an seinem Robby rumbastelt erheblich billiger sind als Mainboards, Grafikkarten, CPUs, Ram usw. kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, dass da besonders viele Leute grossartig Schutzmassnahmen ergreifen.

    Dass mir noch nie etwas durch elektrostatische Aufladung (bzw. Entladung) kaputt gegangen ist und ich auch niemanden kenne dem das schon passiert ist, ist aber nur meine Beobachtung und soll keine Empfehlung sein
    Ausnahmen bestätigen die Regel und wenn euch etwas kaputt geht, ersetze ich es euch nicht

    Statt wer sich wie schützt, würde mich eigentlich mehr interessieren, wem schon mal was kaputt gegangen ist und um was es sich dabei gehandelt hat.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi,
    ich kann mich da recycle voll anschliessen
    das Einzige das ich in 25 Jahren mal mit statischer Entladung zerlegt habe war ein CMOS IC 40xx. Die sind heute, glaub ich, auch nicht mehr so empfindlich.
    Gruß
    -=jens=-

  4. #4
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    Ok, habe mir eigentlich schon gedacht, dass die wenigsten wirklich Schutzmaßnahmen treffen !

    Ich habe mir einen kleinen Arbeitsplatz im Keller aufgebaut und kann mir da nicht vorstellen großartige probleme mit elektrostatische Ladung zu bekommen.

    @recycle:
    Dein Vorschlag hört sich gut an. Ist vielleicht interessanter zu wissen bei wem schon ein Problem mit elektrostaische Ladung (ich kürze: ESL) aufgetreten ist.
    Problem dabei ist aber die Dunkelziffer. Also Probleme mit Bauteilen die plötzlich auftreten ohne daß man weis das das Problem durch ESL bedingt ist oder hervorgerufen wurde. Schließlich musse eine ESL den Baustein nicht unbedingt zerstören, sondern kann ich auch nur beschädigen ohne dass man einen Unterschied bemerkt. Bis er dann irgendwann den Geist aufgibt.

    Nichtsdestotrotz würde die Umfrage in dieser Richtung mehr Sinn machen!!!
    Spinoza sagt (epist.62), daß der durch einen Stoß in die Luft fliegende Stein, wenn er Bewußtseyn hätte, meinen würde, aus seinem eigenen Willen zu fliegen. Schopenhauer

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Also ich hab bisher zwar nur so ca 6 Jahre richtig gebastelt, hab aber auch die erfahrung gemacht, das man keine angest vor vermeintlich elektrostatisch empfindlichen bauteilen haben sollte, ausser man bastelt grade mit 4 1/2stelligen bzw 3 1/2stelligen LCD treibern rum. Als ich mal an den Ausgang von so nem teil drangepackt hab, war das direkt futsch (20€!!!).
    Back on the road again...

    Falls ihr wissen wollt, was ich so in meiner roboterfreien Zeit gertieben hab: www.plasmaniac.de.vu

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    habe nur so ein armband, mir hats noch nix zerlegt. ein ordentlich ausgestatteten arbeitsplatz kann ish mit von minem taschengeld leider nicht kaufen das armband hab ich wegem pc, wenn da was kaputt geht, bin ich arm (mindestens 100€) habe aber auch schon bauteile durch zu hohe spannung zerschossen: eine 1N4007
    Haftungsausschluß:
    Bei obigem Beitrag handelt es sich um meine private Meinung.
    Rechtsansprüche dürfen daraus nicht abgeleitet werden.
    Besonders VDE und die geltenden Gesetze beachten sowie einen gesunden Menschenverstand walten lassen!

  7. #7
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Das mit der Dunkelziffer ist in dem Zusammenhang ganz bestimmt auch sehr wichtig.

    Ein weiterer Aspekt ist der Verarbeitungsgrad der Schaltung. Einzeltransistoren, frühere Fets mit niedriger Gatekapazität, durfte man allenfalls durch eine Sonnebrille ansehen weil sie sonst allein dadurch schon gefährdet wurden .

    Ich habe noch eine Beschreibung in der davon gesprochen wird, den feinen Kupferdraht, der bei Auslieferung um die Anschlüsse gewickelt ist, erst dann zu entfernen, wenn der Transitor eingelötet ist. Danach ist der Transistor allein schon durch die erhöhte Kapazität in der Schaltung und auch durch die geringeren Ableitwiderstände geschützt.

    Wenn ein Schaltungseingang mit einem anderen Ausgang verbunden ist, dann wird kaum noch etwas passieren. Gefährdet sind dann noch die Eingänge eines Boards und da man das weiß, haben die Schaltungen Überspannungsschutzdioden. Elektrostatische Entladungen aber, die mit lautem Klicken vor sich gehen, können diese Dioden zerstören und dann auch die Gates auf Durchbruchspannung bringen.

    Die große Vorsicht ist vor allem historisch bedingt, aus der Zeit als die Transistoren teuer und ungeschützt waren. Mit Gewalt kriegt man sie auch heute noch kaputt aber da man die Maßnahmen kennt, vermeidet man gerne unnötiges Risiko. Bei verbesserten Maßnahmen sind wir also auf der sicheren Seite, solange wir uns nicht darauf verlassen.
    Manfred

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Also doch lieber ein kleines Erdungsband am Handgelenk, ein bischen Erdung kostet ja fast nichts ?
    (evtl. kann man einen doppelten Boden mit Erdung einbauen, ESD Schuhe tragen und einen schweren geerdeten Kuperring um den Hals tragen. Wobei ich doch eher zum Ganzkorper-ESD-Schutzanzug tendiere. Ich denke ne alte Ritterrüstung tuts norfalls auch noch. Vielleicht kann da jemand mal ne Anleitung posten)

    Und für den Fall der Fälle natürlich ne Sonnenbrille
    (Ich persönlich habe einen dunklen Keller)

    Was den Preis der Bauteile angeht ist das heutzutage sicherlich weniger das Problem (obwohl einige Bauteile ganz schön Geld kosten) aber eine Fehlersuche durchzuführen ist ja wohl eher der teurere Part.

    (Und meine Freunding dachte immer das Armband sei dazu da um den Menschen zu schützen , aber da wusste sie ja nicht das der Materialwert eines Menschen bei (soweit ich weiß) bei ca. 14DM liegt. (Und was kreigt man heute schon für 7 EUR ???)
    Spinoza sagt (epist.62), daß der durch einen Stoß in die Luft fliegende Stein, wenn er Bewußtseyn hätte, meinen würde, aus seinem eigenen Willen zu fliegen. Schopenhauer

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