-         

Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Welches Material ist ideal zur Magnetfeldumleitung?

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    14.01.2006
    Alter
    43
    Beiträge
    23

    Welches Material ist ideal zur Magnetfeldumleitung?

    Anzeige

    Hallo,

    ich bin gerade dabei einen Stoßmechnismus nach dem Prinzip einer Coil-Gun zu bauen. Allerdings wird das Ding viel viel kleiner und soll auch nur als Schussmechnismus für einen Fußball-Bot verwendet werden. Sie braucht also nicht viel Power und soll den Kern auch nicht wirklich verschießen, sondern nur um ein paar cm mit genügend Kraft und hoher Geschwindigkeit nach Außen drücken.

    Erste Tests verliefen auch schon ganz gut. Als Spulenkörper habe ich ein kleines Plastikröhrchen genommen, dass ich mit ein wenig Kupfer-Lackdraht umwickelt habe und als Kern habe ich einen Neodym Permanentmagneten verwendet. Wenn ich nun 6 Volt bei einem Spulenwiderstand von 2 Ohm anlege, dann hat das Ding auch schon genügend Power um einen Golfball recht schnell zu verschießen.

    Jetzt würde ich gerne das Magnetfeld nach Außen hin abschirmen um eventuelle Beinflussungen am Bot zu vermeiden. (Bsp.: LCD-Display)

    So wie ich das jetzt gelesen habe lässt sich eine wirkliche Abschirmung nur durch entgegengesetzte Magnetfelder erreichen. Man kann aber die Magnetfeldlinien umleiten indem man die Spule mit einem Material umschließt durch das sich die Feldlinien ausbreiten. Die Frage ist nur, was für ein Material bietet sich dafür an? Ich habe da etwas von µ-Metallen gelesen. Kann ich da auch einfach irgend ein Eisenblech nehmen? Wie dick sollte das Material sein? Erhöht sich dadurch auch die Feldstärke des Magnetfeldes?

    Fragen über Fragen. Es wäre schön, wenn ich mir da bei einigen weiterhelfen könntet, oder vieleicht noch Vorschläge zur Verbesserung der Schussvorrichtung habt.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    07.12.2005
    Ort
    Euskirchen-Großbüllesheim
    Alter
    67
    Beiträge
    2.063
    Nicht µ-Metall, sondern MuMetall; gurgel mal mit diesem Begriff.
    MfG Karl-Heinz
    HobbyElektronik hier klicken ....

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    14.01.2006
    Alter
    43
    Beiträge
    23
    Naja. Das ist wohl das Gleiche, aber zu MuMetall findet man mehr. Das heißt wohl so, weil man die Permeabilität eines Stoffes für gewöhnlich mit µ angibt.

    So wie es aussieht ist eine simple Eisen/Nickel-Legierung dafür am Besten geeignet. Diese Trafofolien wären auch nicht schlecht. Das ganze Teil darf bei mir nämlich nämlich nur knapp über 2 x 2 cm groß werden. Viel Platz für eine Abschirmung habe ich dort also nicht.

    Allerdings sind diese Folien dort ja sauteuer. Ich werd mal sehn, ob ich nicht einen alten Trafo finde, wo so eine Folie verwendet wird.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.979
    Hallo noxon!

    Das mit der folie kenne ich nicht. Ich weiss aber, das magnetische Abschirmungen um Netztrafos in CAD Monitoren aus permalloy Blech waren. Ich glaube, dass es gleiche Blech wie der Kern des Trafos ist.

    MfG

  5. #5
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    14.01.2006
    Alter
    43
    Beiträge
    23
    Also dieses Mu-Metall ist eigentlich nur eine Nickel/Eisen Legierung.

    Unter permalloy habe ich folgende Erläuterung gefunden:

    A trademark used for any of several alloys of nickel and iron having high magnetic permeability.

    Es scheint sich also um das gleiche Material zu handeln. Leider ist das recht teuer. Wenn man es nicht ganz so perfekt aber güntiger haben will, dann kann man angeblich auch normales Eisen nehmen.

    Alu würde sich zum Abschirmen auch sehr gut eignen. Darin würden sich Wirbelströme bilden, die entgegegngesetzt zum Magnetfeld ein Gegenfeld aufbauen. Dadurch wird die magnetische Wirkung nach Außen hin teilweise neutralisiert.

    Allerdings wird das bestimmt auch das Magnetfeld schwächen, was ich ja nicht unbedingt möchte. Ich werde es also einfach mit einem Stück Blech versuchen, dass ich einmal um die Spule spannen werde. Wichtig scheint nur zu sein, dass das Blechende direkt am Spulenkern anfängt und am anderen Ende endet, sodass ein geschlossener Kreis entsteht. Theoretisch müsste ich den Kern mit der Abschirmung verbinden, aber der Kern ist ja bei mir beweglich und daher wird das bei mir nicht gehen.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    07.12.2005
    Ort
    Euskirchen-Großbüllesheim
    Alter
    67
    Beiträge
    2.063
    Probier's doch mit dem Weißblech einer Cola-Dose oder mit Kupfer- bzw. Alu-Folie. Da es ja quasi eine kurzgeschlossene Windung wird, sollte .... könnte ... ???
    Mu-Metall ist verflucht teuer. Ich überlege die ganze Zeit, in Festplatten sind doch sehr starke Magnete und Spulen; ob da keine magnetische Abschirmung ist ?
    MfG Karl-Heinz
    HobbyElektronik hier klicken ....

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •