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Thema: Lagerpassung

  1. #1

    Lagerpassung

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    Hallo,

    hat jemand zufällig Erfahrungswerte der Bohrlöcher für Lagerpressungen?
    Angenommen ich will ein Kugellager mit 19mm Außendurchmesser in eine Aufnahme pressen, mit welchem Durchmesser muss ich diesen am besten ausfräsen. 18.9mm ?

    Grüßle

    Michl

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von UlrichC
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    Tach Michl,
    mit 18,9 wir das eine press-press-press-passung

    Zu empfehlen für Kunststoff:
    http://www.ulrichc.de/project/cu-sensorhead/

    Es kommt auf das Material an wo es eingepresst wird.
    Von Kuststoff bis Stahl gibts da unterschiedliche Werte. Weil die Werkstoffausdehnung bei Wärme berücksichtigt werden muß.

    Falls du Googeln möchtest ... das Stichwort lautet eher Passung als Pressung.
    Ansonsten beschreibe mal dein Material... mal sehen, da kann man bestimmt was dazu erzählen.

    Gruß,
    Chris

  3. #3
    Servus,

    is Stahl oder Alu, genau weiß ich das noch nicht

    Grüßle

    Michl

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Ein Zehntel Millimeter Differenz ist sicher zuviel, es sollten vielleicht ein paar Tausendstel sein. Normalerweise geben die Wälzlagerhersteller auch detaillierte Konstruktionshilfen z.B. an Studenten weiter. Habe aber gerade nichts vorliegen.
    Das Problem für den Bastler ist eher, daß er eine Passung in der geforderten Genauigkeit gar nicht herstellen kann, zumindest nicht mit einem Spiralbohrer. In diesem Fall kann man sich manchmal mit Klemmbefestigungen helfen, d.h. man bohrt mit 19 mm Spiralbohrer, Fase mit einem Kegelsenker, schlitzt den Bohrungsrand mit einer Säge und zieht nach Einsetzen des Lagers die Bohrung mit einer Schraube zu.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von UlrichC
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    Ok na dann

    Für Aluminium (AU) würd ich eine feste Passung empfehlen... dehnt sich nämlich am meisten aus .. für Stahl eine Übergangspassung im mittleren Bereich.
    Das Lager hat H7 das entspricht ~0 mm

    Für AU = H7/n6 Für Stahl (ST40) = H7/k6

    Nun wollte ich Dir die Maße aus dem Tabellenbuch heraussuchen... und habe dabei folgenden Link entdeckt.
    (Nice to Have)
    http://www.sk.mb.uni-siegen.de/downl...beitsblatt.pdf
    ...erklärt einiges

    Gruß,
    Chris

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von UlrichC
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    Zitat Zitat von ranke
    Ein Zehntel Millimeter Differenz ist sicher zuviel, es sollten vielleicht ein paar Tausendstel sein. Normalerweise geben die Wälzlagerhersteller auch detaillierte Konstruktionshilfen z.B. an Studenten weiter. Habe aber gerade nichts vorliegen.
    Das Problem für den Bastler ist eher, daß er eine Passung in der geforderten Genauigkeit gar nicht herstellen kann, zumindest nicht mit einem Spiralbohrer. In diesem Fall kann man sich manchmal mit Klemmbefestigungen helfen, d.h. man bohrt mit 19 mm Spiralbohrer, Fase mit einem Kegelsenker, schlitzt den Bohrungsrand mit einer Säge und zieht nach Einsetzen des Lagers die Bohrung mit einer Schraube zu.
    Ich habe was von Fräsen gelesen...
    Bohren geht natürlich auch... wenn man auf Maß -0,2 Bohrt und hinterher Reibt mit dem richtigen Werkzeug (ist aber sehr Teuer). Das mit der Schraube ist fusch.. denn so verändert man auch den Lagersitz... bei mir gehts meist um +-0,05 ..da kann man solche Sachen nicht tun.
    Ich würde da eher einen guten Metallkleber empfehlen

    Das mit dn Studenten ist leider war... armes Deutschland.

    Gruß,
    Chris

  7. #7
    Alles klar, danke !!!

    Grüßle

    Michl

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    143
    Kennst du nicht Jemanden,der´ne Reibahle besitzt die er dir leihen kann?

    An sonsten hab ich noch´n Tip,wie´s auch mit´nem 19er Bohrer klappt.

    -Du bohrst das gewünschte Loch an,so das der Bohrer ´ne gute Führung hat und nicht mehr verlaufen kann.
    Dann nimmst du 1-2 blätter haushaltsrolle(oder nen alten Lappen der ruhig in den müll wandern kann)und legst sie übereinander(am besten beide Blätter zusammenlassen),dann faltest du sie so oft,bis du ein Quadrat erhälst das ca. 10*10cm groß ist.
    Jetzt das ganze auf das gewünschte Loch legen und den rotierenden Bohrer drauf und fertigbohren.

    Durch das Tuch hat der Bohrer jetzt keine Möglichkeit mehr beim bohren zu wandern und bohrt nun die gewünschten 19mm.(und nicht wie üblich 19,1 oder 19,2)

    Außerdem wird die Oberfläche der Bohrung durch den Vorgang feiner,was ja bei der Montage auch hilft.

    Ich weiß,klingt recht abenteuerlich,ist aber nicht gefährlich.(sonst würd ich´s ja selber nich´ machen! )

    Hab bis jetzt nur sehr gute Erfahrungen damit gemacht.(funzt übrigends auch beim bohren auf der Drehmaschine)
    \"Es ist alles schon gesagt worden,nur noch nicht von Jedem\"
    Karl Valentin

    Gruß Daniel

  9. #9
    Hallo,

    danke für den Tip, aber ich lasse fertigen

    Grüßle

    Michl

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
    Registriert seit
    18.03.2004
    Beiträge
    225
    wenn es außen ein Loslager ist -> Js6 (bei 19mm Nennmaß: +6,5µm / -6,5µm)
    wenn es ein Festlager (oder innen Loslager) ist -> K6 (bei 19mm : +2µm / -11µm

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