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Thema: Roboter durch Gedanken steuern

  1. #1
    Administrator Robotik Einstein Avatar von Frank
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    Roboter durch Gedanken steuern

    José del Millàn, Computerwissenschafter am Dalle-Molle-Institut für künstliche Intelligenz in Martigny, kann einen Roboter alleine mit seinen Gedanken steuern. Die neue Gedanken-Technik soll eines Tages Gelähmten das Leben erleichtern

    Bei jedem Gedanken produziert das Hirn elektrischen Strom, der zur Steuerung des Roboters eingesetzt wird. Dem Prinzip liegt das altbewährte Elektro-Enzephalogramm (EEG) zugrunde, mit dem seit beinahe hundert Jahren die Hirnströme gemessen werden. Da EEG-Signale jedoch sehr schwach sind, müssen die Gedanken herausgefiltert und in Steuerbefehle übersetzt werden.

    Zu jedem interpretierten Gedanken zeichnet ein Computerprogramm farbige Gedankenbilder: Jedes dieser Gedankenbilder ist einem ganz bestimmten Gedanken zugeordnet. Das Programm lernt, diese Gedanken zu interpretieren und in Steuerbefehle umzusetzen.

    Allerdings muss das Programm den Menschen, der angeschlossen wird, zuerst kennen lernen. Um den Roboter zu steuern, braucht es zuvor eingeübte Gedanken. Nur "links" zu denken genügt nicht - dazu ist das EEG-Signal zu schwach. Die Versuchsperson muss dann an einen sich links drehenden Würfel denken. Das Programm hat gelernt, diesen Würfel-Gedanken mit dem Befehl "linksfahren" zu kombinieren.

    http://www.3sat.de/nano/bstuecke/64605/index.html]Weiterlesen hier[/url]

    Quellen:
    http://www.3sat.de/3sat.php?http://w...605/index.html
    und
    http://www.snf.ch/downloads/hor/59_27_28_29_d.pdf

  2. #2
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Vor etwa 10 Jahren gab es die Experimente mit Bio-Feedback. Es wurde erprobt und demonstriert, daß man eine Spielzeugeisenbahn durch Gedanken (Hirnstromsensoren) in der Geschwindigkeit steuern konnte.
    Der Weg war auch, an etwas zu denken und die Atmung zu steuern um damit eine Körperfunktion die nicht der unmittelbaren Steuerung unterliegt, zu beeinflussen; etwa den Blutdruck oder die Herzfrequenz. Die Eisenebahn (es hätte auch eine Tonhöhe sein können) war dabei das Feedbacksignal an dem man kontrollieren konnte, ob man sich mit seinen Bemühungen in die richtige Richtung bewegt.
    Es funktionierte wohl ganz gut.
    Der aktuelle Ansatz geht demgegenüber wohl in die Richtung der mehrdimensionalen Steuerung ohne Feedback, (die Ansprüche steigen). Wichtig ist wohl auch an eine Not-Aus Funktion denken zu können.
    Manfred

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