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Thema: Schubkraft eines Propellers?

  1. #1
    Paraheld
    Gast

    Schubkraft eines Propellers?

    Hi!

    Ich bin ganz neu in dem Gebiet. Mein Ziel ist ein hubschrauberartiges Fluggerät. ich hab mich also mal nach propellern umgesehen und gemerkt, dass dabei oft nur die "steigung" als technische Angabe zu sehen ist. was bedeutet diese genau und wie kann ich die schubkraft bei geeigneter umdrehung des motors ausrechnen... die sollte ja größer sein als die gewichtskraft des teils... das is ja schon mal das grundsätzliche....

    wäre dankbar, wenn mir jemand schreiben würde...

    mfg,
    paraheld

  2. #2
    HI,

    die beiden gebräuchlichen Technischen Angaben bei Propellern sind Durchmesser und Steigung.

    Die Steigung beschreibt, wie steil der Anstellwinkel ser Propellerblätter ist. Sie berechnet sich wie folgt. Angenommen, du könntest die Luft während einer Propellerumdrehung nicht nach hinten wegdrücken, so müsste sich der Motor und Propeller nach vorne bewegen. Die Strecke, die sich der Propeller dann während einer Umdrehung bewegen müsste, ist die Steigung.

    Die Berechnung der Schubkraft gestaltet sich nicht ganz einfach, da sie sowohl von Propellerdurchmesser, -steigung als auch von Drehzahl, Drehmoment des Motors abhängt und Geschwindigkeit des Fluggerätes.

    Gelegendlich findet man Berechnungsformeln / -applets auf Seiten wo es sich um Modellflug handelt. Ich kannte mal eine Seite, wo man aus einer Motordatenbank auswählen konnte, Propellerdaten angeben etc. und man bekam als Ergebnis den Schub. Weiß aber die Adresse nicht mehr. Vielleicht findest du bei Google was.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.

    MfG
    Peter

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    13
    Hi,
    das beste hubschrauberartige Fluggerät ist ein Hubschrauber. Der Begriff Standschub wird in einigen Modellbaukatalogen für bestimmte Motor/Propeller/Drehzahl-Kombinationen angegeben. Bei Elektromotren meist in Verbindung mit der Anzahl der Akkuzellen. Schub is eigentlich nicht ganz richtig. Éin Propeller, das sind genaugenommen zwei Tragfächen die man im Kreis fliegen lässt. Und die Kraft die nach vorn zieht rührt vom Unterdruck an der "Flügeloberseite". Ein Propeller saugt sich also nach vorne. Die nach hinten gedrückte Luft ist kaum am Vortrieb beteiligt. Das gemeine an mit Propellern oder Rotoren nach oben Gezogenen Geräten ist (auch bei mehreren gegenläufigen Propellern), das jede Drehzahl oder Widerstandsänderung z.B. beim Steuern, Gegendrehmomente erzeugt die ausgeglichen werden müssen. Das eigenstabilste Fluggerät ist dabei der Klassische Hubschrauber, wenn er z.B. mit einer Kreiselregelung richtungsstabil gehalten wird. Ich will hier nicht den Skeptiker raushängen lassen, aber wenn ich mich in das Thema verbeissen würde, würde ich mit einem elektrischem Modellhubschrauber anfangen. Da dürfte die Elektronik am ausgekochtesten sein. An der ETH Zürich hat man übrigends mit Robotergesteuerten Modellzeppelinen experimentiert.

  4. #4
    Gast
    dankeschön!

    das hat mir schon relativ viel gebracht. das mit den gegendrehmomenten hab ich mir auch schon gedacht. deshalb werde ich wahrscheinlich 3 oder 4 propeller in dreiecks- bzw. vierechsform anbringen. das dürfte dann keine probleme geben, auch wenn die props gleich herum drehen oder?

    mfg,
    paraheld

  5. #5
    Gast
    wobei mir gerade auffällt, dass ich probleme mit dem gleichgewicht bekomme, da ja die umdrehungszeiten nicht 100%ig genau gleich sein werden...

    paraheld

  6. #6
    Gast
    Also das mit der Erklärung des Schubes vom Propeller ist mal ehrlich gesagt Bullshit. Die nach vorne gerichtete Kraft stammt zum gröten teil aus der nach hinten Verdrängten Luft und auch bei einer Tragfläche stammt die meisten Kraft aus dem Überdruck an der Unteren Seite.
    Kleines Gedankenexperiment. Warum bewegt sich ein offener Druckluftschlauch und einer vom Staubsauger nicht. Beim Ansaugen kann die luft von überall her nachströmen und ich kann ja auch nur Druckdifferenzen von theoretisch maximal 1 bar erzeugen, während mit überdruck theoretisch unendlcih große Druckdifferenzen möglich wären.

  7. #7
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Hi,
    das mit dem einen Bar stimmt, es ist in großer Höhe sogar noch wesentlich weniger. Aber schau dir mal Tragfächenprofile an es gibt welche mit absolut gerader Unterfläche die auch völlig ohne Anstellwinkel Auftrieb erzeugen, also theoretisch völlig ohne Überdruck an der Unterseite. Siehe Physikbuch unter Bernoulli.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Anonymous
    dankeschön!

    das hat mir schon relativ viel gebracht. das mit den gegendrehmomenten hab ich mir auch schon gedacht. deshalb werde ich wahrscheinlich 3 oder 4 propeller in dreiecks- bzw. vierechsform anbringen. das dürfte dann keine probleme geben, auch wenn die props gleich herum drehen oder?

    mfg,
    paraheld
    Hi paraheld,
    Wenn die alle gleichrum drehen, wird sich das Fluggerät um seine Hochachse drehen. Deshalb würde ich 4 Propeller nehmen, wobei 2 linksrum und 2 rechtsrum drehen müssen(die gegenüberliegenden immer gleichrum). Damit kannst Du leicht die Dehung um die Hochachse steuern: Wenn Du z.B. 1 und 3 langsamer und gleichzeitig 2 und 4 schneller machst, bleibt der Auftrieb gleich, aber das Gerät wird um die Hochachse drehen.
    Um das ganze zu stabilisieren könnte ich mir vorstellen, dass sich ein Kreisel aus dem Hubschraubermodellbau gut macht.

    Viel Erfolg
    Marvin
    2B or not 2B = FF

    Wenn etwas klemmt, wende keine Gewalt an,
    nimm einfach nen größeren Hammer.

  9. #9
    Gast
    nochmal dankeschön für die freundliche resonanz!

    seh ich das richtig, dass ein kreisel sozusagen misst, in welche richtung und wie stark das gerät gekippt ist und das per spannung oder stromstärke angibt? gäbe es in dieser hinsicht noch andere möglichkeiten, da ja die kreisel recht teuer sind...

    hoffe, dass ich in nach dem abi endlich genug zeit finde das teil zu bauen... aber bald isses vorbei...

    mfg,
    paraheld

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
    Registriert seit
    21.07.2004
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    Ich wohne zwar an einem Ort, lebe jedoch nicht dort, wo ich wohne.
    Beiträge
    172
    Ja klar gibts andere Möglichkeiten... du kannst einfach die Luftschrauben an nen ziemlich hohen Ort packen oder einfach nen bischen über dem eigentlichen Robotter aber weit auseinander. Zur Berechnung : Das ganße hängt eigentlich von der Wunschgeschwindigkeit und deinem Motor ab(ich will mir nen Nurflügler bauen und war in der Stadtbücherei) : Wunschgeschwingigkeit*1,5oder2=Luftstrahlgeschwind igkeit
    Steigung[Zoll]=Luftstrahlgeschwindigkeit[m/s]*2360/Drehzahl(Motor)[/min]
    Durchmesser(Luftschraube)[Zoll]=3.WurzelAus(Leistungv.Motor)[W]*14500/Drehzahl[/min]
    Schub[N]=2*Leisung(Motor)[W]/Luftstrahlgeschwindigkeit[m/s]
    Zum Motor nochmal was damit du die Leistung ausrechnen kannst:
    Leistung=Drehmoment*Drehzahl/716

    Ich weiß... ist nen bisserl spät... aber ich hoffe ich konnt dir trotzdem noch helfen

    Viel Spaß beim Basteln:-))

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