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Searcher

TT - Datensammeln 1 (Teilprojekt)

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Bei meinen kleinen Fahrgeräten mit ATtiny oder ATmega habe ich mich immer beim Datensammeln zB. zur Aufnahme von Kennlinien für eine Regelung schwer getan. Zuletzt habe ich während der Fahrt Meßwerte in einem normalen Array im RAM gespeichert und am Ende der Testfahrt in den EEPROM übergeben. Dann das Fahrgerät abgeschaltet, mit einem PC verbunden und über die BASCOM IDE den EEPROM des µCs am PC ausgelesen. Mit einem Hilfsprogramm in Turbo Pascal 3.0 dann die Daten für EXCEL lesbar gemacht. Manchmal wurden auch über RS232 die Daten an den PC übergeben.

Leider war da der Speicherplatz immer recht begrenzt bzw. auch die Speicherung der Daten in dem nicht flüchtigen Speicher (EEPROM) zu langsam als das man sie sofort bei Anfall dort speichern könnte.

Beim letzten Streifzug durch meinen Elektronikschrott fiel mir auf einer defekten Festplatte ein IC mit der Aufschrift 45DB041B auf. Datenblatt gesucht und gefunden.

Das ist ein 540672 Byte (2048 pages X 264 Byte) großer Flashspeicher, der über SPI beschrieben und gelesen werden kann. Die SPI-Taktfrequenz darf 15Mhz betragen. Das Ding hat zwei 264 Byte große SRAM Buffer, bei dem der eine seriell beschrieben werden kann, während der andere seinen 264 Byte Inhalt mit einem page write innerhalb von 14ms bzw 20ms in den Flash schreibt. Also wenn DIE Eckdaten nicht ausreichen um Daten für eine Drehzahlregelung der Motore oder vielleicht sogar odometrische Kartendaten unverlierbar aufzuzeichnen, was dann?

Der Flashspeicher wird mit 2,7 bis 3,6V Vcc versorgt. Das hat meine Euphorie stark gedämpft, weil ich meine Geräte meistens mit 4 X 1,2V (4,8V Nennspannung) NiMh Akkus betreibe. Allerdings sind die Eingänge des 45DB041B 5 Volt (6,25V Maximum Rating) tolerant. Also weiter im E-Schrott gesucht und einen LD33C Spannungswandler entdeckt. Kein Datenblatt gefunden - ausprobiert und der braucht, so scheint es, eine um mindestens 1,25V höhere Spannung am Eingang als seine Ausgangsspannung von 3,3V. Knapp aber könnte zu gebrauchen sein. Wird auf jeden Fall getestet.

Da der Flashspeicher und der Spannungswandler schon in SMD sind, wurden auch gleich die SMD-Kondensatoren die rund um den LD33C zu finden waren verwendet und zu einem einsteckbaren Modul zusammengelötet. Für den Flashspeicher habe ich dafür noch eine Leiterbahn vom Lochraster ein Stück weit der Länge nach geteilt. Der einzige Output Pin an diesem 8 Pin AT45DB041B ist mit einem 1k Angstwiderstand geschützt. (Könnte bei Gelegenheit auch gegen einen SMD getauscht werden )



Falls ich mich längere Zeit nicht melde, könnte ich beim Verzweifeln an der Programmierung zum Lesen und Schreiben des Flashs sein. Ich kann nur hoffen, daß die Speicherzellen nicht schon durch die Festplatte, aus dem der Flash stammt, über Gebühr abgenutzt worden ist und ich wegen Schreib-/Lesefehlern Phantombugs jage.

Weil außer dem Spannungswandler noch nichts läuft, hier also nur erst mal der Plan: Modul in das Fahrgerät einstecken. Mit dort laufendem Testprogramm Daten sammeln. Modul entnehmen, mit anderem µC auf Steckbrett oder sogar eigens gebauter Lese-/Übertragungseinheit lesen. Daten für EXCEL dort aufbereiten und per RS232 zum PC übertragen. Die vom Terminalprogramm mitgeschnittene Datei mit den Daten in EXCEL importieren und weiterverarbeiten.

Gruß
Searcher

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Aktualisiert: 03.12.2016 um 16:28 von Searcher (Titel geändert)

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